Aus für Kunstmagazin „Parkett“  |  | Die aktuelle Ausgabe von „Parkett“ | |
Die Schweizer Kunstzeitschrift „Parkett“ wird eingestellt. Mit der 100. Ausgabe im Sommer soll Schluss sein. Das berichtet das Kunstmagazin Monopol in seiner Online-Ausgabe. Grund für das Ende der renommierten Publikation zur Gegenwartskunst mit Büros in Zürich und New York sei die radikale Veränderung des Leseverhaltens, die das Digitalzeitalter mit sich bringe. 1984 gründeten Bice Curiger, Jacqueline Burckhardt und Dieter von Graffenried „Parkett“ aus der Idee heraus, nicht nur über Künstler zu schreiben, sondern eng mit ihnen zusammenzuwirken. So arbeiten die Kunstschaffenden an den Beiträgen aktiv mit, entscheiden über Fotoauswahl oder Layout und konnten ohne Einmischung der Redaktion über zehn Farbseiten selbst gestalten. Seither entstanden über 210 monografische Künstlerporträts und über 1.400 Textbeiträge.
Außerdem verlegt die deutsch- und englischsprachige Zeitschrift, die sich selbst als „umfassendste und innovativste Buchreihe für Gegenwartskunst weltweit“ bezeichnet, Künstlereditionen, die rund ein Drittel des Umsatzes beisteuern. Die Arbeiten unter anderem von Sigmar Polke, Brice Marden, Meret Oppenheim, Francesco Clemente, Cindy Sherman, Vija Celmins, Jeff Koons oder Louise Bourgeois haben sich inzwischen zu beliebten Sammelobjekten entwickelt und waren schon in renommierten Museen wie dem Centre Pompidou in Paris oder dem Kunsthaus Zürich zu sehen. Im September 2013 veranstaltete Christie’s mit ihnen eine eigene Auktion unter dem Titel „Parkett: First Fifty Editions 1984-1997“. Für die aktuelle 99. Ausgabe haben Lynette Yiadom-Boakye und Adrian Ghenie eine Radierung und eine Collage beigesteuert. |