Anne Imhof erhält Absolut Art Award Der hoch dotierte Absolut Art Award geht in diesem Jahr an Anne Imhof. Das gab die schwedische Wodkamarke heute auf der Biennale in Venedig bekannt, wo Imhof den deutschen Pavillon mit einer bezwingenden Performance bespielt. Die 1978 in Gießen geborene Künstlerin konnte sich gegen ihre fünf Mitbewerber Simon Denny aus Neuseeland, Shahryar Nashat aus der Schweiz, Cameron Rowland aus den USA, Anicka Yi aus Südkorea und Samson Young aus China in der Endrunde durchsetzen. Ihr winkt jetzt ein Preisgeld von 20.000 Euro. Zudem stehen Imhof 100.000 Euro zur Verfügung, um ein neues Kunstwerk oder ein Projekt zu realisieren.
Anne Imhof studierte Visuelle Kommunikation von 2000 bis 2003 an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und begann ihr Studium an der Frankfurter Städelschule in der Klasse von Judith Hopf im Jahr 2008. Zum Abschluss im Jahr 2012 erhielt sie den Absolventenpreis des Vereins Städelschule für ihre Performance „School of the seven Bells 2nd of at least three“. Seither gehört sie zu den umworbenen Jungstars der Kunstszene. In ihrem Schaffen verbindet Imhof Performancekunst, Tanz und Sound mit Zeichnung, Malerei und installativen Arbeiten und „artikuliert eine innovative Position zwischen Theatralität und Bildproduktion“, so die Jury des Preises der Nationalgalerie in Berlin, den Imhof 2015 für ihre Performance-Installation „For Ever Rage“ gewann. Mit ihrer Performance „Faust“, die von Machtverhältnissen erzählt, gehört die Künstlerin zu den Anwärtern auf den Goldenen Löwen der Biennale. |