Zwei Goldene Löwen für Deutschland Am vergangenen Samstag wurden in Venedig die Preisträger der 57. Kunstbiennale bekannt gegeben. Mit Anne Imhof und Franz Erhard Walther konnten gleich zwei deutsche Künstler mit ihren Arbeiten überzeugen und die beiden wichtigsten Preise der internationalen Kunstaustellung ergattern. So lobte die Jury die etwa fünf Stunden lange „Faust“-Performance der Frankfurter Künstlerin als „kraftvolle und verstörende Arbeit“ und verlieh ihr dafür den Goldenen Löwen für den besten nationalen Beitrag. Der 1939 in Fulda geborene Walther erhielt mit seinem großformatigen Werk aus Textil und Stahlplatten die Auszeichnung für den besten Künstler. Er bemühe sich stets, die Betrachter an seiner Kunst aktiv teilhaben zu lassen und verleihe seiner Arbeit, laut Jury, einen „radikalen und komplexen Charakter“.
Den Silbernen Löwen für den besten Nachwuchskünstler erhielt der 1975 in Großbritannien geborene Hassan Khan, der heute in Kairo lebt und arbeitet. Die US-Amerikanerin Carolee Schneemann wurde auf Vorschlag der Biennale-Kuratorin Christine Macel mit einem Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Weitere Besondere Erwähnungen für ihre Beiträge erhielten zudem der 1949 geborene, in New York lebende Charles Atlas, der aus dem Kosovo stammende Petrit Halilaj, Jahrgang 1986, sowie die 43jährige Brasilianerin Cinthia Marcelle.
Die „57. Biennale Venedig – Viva Arte Viva“, die Werke von etwa 120 Künstler aus 51 Ländern präsentiert, ist bis zum 26. November zu sehen. |