175 Jahre Staatsgalerie Stuttgart  |  | Die Alte Staatsgalerie Stuttgart – 1843 gegründet als „Museum der bildenden Künste“ | |
Die Staatsgalerie Stuttgart feiert ihren 175. Geburtstag und erinnert nun mit der Ausstellung „175 Jahre Staatsgalerie“ an ihre Eröffnung am 1. Mai 1843 als „Museum der bildenden Künste“. Die wechselvolle Geschichte wird anhand wichtiger Wegmarken erzählt. Circa 90 Gemälde, Grafiken, Fotografien und Archivalien illustrieren den Werdegang des Hauses. In Zeitkapseln kann der Besucher eine Reise von den Gründungsjahren über den Aufbruch in die Moderne, die Zeit des Nationalsozialismus, die Neuausrichtung und Eröffnung des Neubaus der Staatsgalerie 1984 bis in die Zukunft absolvieren. Zudem ist die Fotoserie der „Bilder Echos“ von A.T. Schaefer zu sehen, der sich hier mit der Interaktion zwischen Besucher, Architektur und Kunstwerken in der Staatsgalerie beschäftigt.
Zu Beginn erfährt der Besucher, wie die ursprüngliche Hängung der Gemälde bei der Gründung war: Die Schauwand überzieht eine Art Bilderteppich. Keinerlei Schilder weisen auf Künstler oder Titel hin. Gleich daneben findet sich eine gelungene Kopie der Mona Lisa von Leonardo da Vinci, die wohl im 16. oder 17. Jahrhundert entstand und ein Geschenk für König Wilhelm I. von Württemberg war. Ein früher und wegweisender Erwerb für das Museum waren Werke der französischen Impressionisten wie Claude Monets „Felder im Frühling“ von 1887, eine Leihgabe der Freunde der Staatsgalerie von 1906.
Als „Stuttgarter Museumswunder“ wird der Ankauf der Sammlung des norwegischen Reeders Ragnar Moltzau mit Hilfe des eigens dafür gegründeten Toto-Lotto-Fonds bezeichnet. Dies ermöglichte 1959 den Erwerb von 30 Gemälden der Klassischen Moderne, darunter Amedeo Modiglianis „Liegenden Frauenakt auf weißem Kissen“ um 1917. Damit stieg die Staatsgalerie zu einem Museum von europäischem Rang auf. Zwischen 1969 und 1994 kaufte der damalige Direktor Peter Beye mehrere Arbeiten der Surrealisten und Dadaisten auf, um die Lücken der Sammlung zu schließen. Die Folge war die Notwendigkeit eines Neubaus. 1984 spaltete das postmoderne Gebäude der Neuen Staatsgalerie von James Stirling die Geister.
Mit „#mein Museum“ richtet sich die Staatsgalerie direkt an ihre Besucher. Über soziale Netzwerke können Gäste ihre Erlebnisse schildern oder ihre Lieblingsexponate ablichten und teilen. Diese Feeds werden dann im Haus auf die „Social Media Wall“ projiziert, was den Dialog zwischen Museum und seinen Besuchern unterstreichen soll. Ergänzend ist eine musikalische Begleitung als Audioguide via kostenloser App für das Smartphone möglich.
Die Ausstellung „175 Jahre Staatsgalerie. #mein Museum“ läuft bis zum 26. August. Die Staatsgalerie Stuttgart hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist für die Dauer der Schau frei.
Staatsgalerie Stuttgart
Konrad-Adenauer-Straße 30-32
D-70173 Stuttgart
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