Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Anzeige

Das flanierende Paar / Max Stern

Das flanierende Paar / Max Stern
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel

Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Oberhausen schwelgt in britischer Pop Art

Schrille, bunte und wilde Bilder bestürmen den Besucher seit dem Wochenende in der Ludwig Galerie in Oberhausen. Sie verweisen auf die Geburt der Pop Art in Großbritannien. Als 1942 amerikanische Truppen hierher kamen, wälzten deren Mode, Speisen, Musik und Jargon nicht nur die klassische Standesgesellschaft, sondern auch die Kunst um. Witzig strahlend und in der Form von Multiples, Druckgrafiken, Serien und Mappenwerken massenhaft für jedermann produziert, witterten viele aus unteren Schichten stammende Pop Art-Künstler das große Geschäft. Doch die britische Variante genießt weitaus weniger Reputation als die kommerziell erfolgreichere amerikanische Spielart. Erst zwei Ausstellungen, 1976 im Hamburger Kunstverein und 2016 im Kunstmuseum Wolfsburg, widmeten sich der Pop Art von der Insel. Nun stellt unter dem schlichten Titel „British Pop Art“ die Ludwig Galerie den neuen englischen Nachkriegsstil vor. Die Schau vereint 136 Exponate von 31 Künstlern, darunter von Derek Boshier, Patrick Caulfield, Ian Colverson, Michael English, Dick Higgins, David Hockney, Gerald Laing, Malcolm Morley, Tom Phillips, Colin Self und Joe Tilson, die vornehmlich aus der Kollektion des Düsseldorfer Rechtsanwaltes Heinz Beck stammen.

Als Ausgangspunkt und geistiger Ursprung gilt die ab 1952 agierende „Independent Group“ mit Künstlern, Architekten, Designern, Fotografen und Kritikern. Deren Hauptakteure Eduardo Paolozzi und Richard Hamilton zogen amerikanische Sammelalben und Hochglanzmagazine als Vorlagen für collagierte Arrangements alltäglicher Zivilisationssymbole heran. Noch ohne festgezurrte Bedeutung kam 1954 der Begriff Pop Art, abgeleitet von „Popular Art“, in den Diskurs. Zugeschrieben wird der Terminus dem Kunstkritiker Lawrence Alloway, der 1956 eine wegweisende Ausstellung zum Thema arrangierte. In ihrer strahlenden witzigen Flüchtigkeit und sexuellen Aufladung zielte die britische Richtung dieses Stils auf ein Massenpublikum.

Neben dem Starkult sind technische Neuerungen wie Fernseher, schnelle Autos, Kameras, Telefone, Staubsauger oder neue Konsumartikel die Hauptmotive. In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre schlug sich die Begeisterung für Technik und Raumfahrt nieder. Der Weltraum, Astronauten und Mondraketen wurden zu beliebten Sujets. Alltagsgegenstände wurden in Kunstwerke integriert und erlangten selbst den Status eines Kunstwerkes, beispielsweise Plattenhüllen, allen voran das von Peter Blake und Jann Haworth 1967 veröffentlichte Cover des achten Beatles-Albums „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts“. Gewandet in schrill bunten Militärkapellenjacken, sind die Beatles mit vielen Akteuren aus der Kunst- und Musikszene in ein Gruppenbildnis integriert. Ergänzt wird die Auswahl mit Fotografien des legendären Beatles-Konzert in der Essener Grugahalle im Jahr 1966 von Rudolf Holtappel. Ab 1960 greift die Pop Art-Bewegung in die USA über, wo sie die Regeln der Einweg-Massenkultur hinterfragt. Nicht die anspruchsvolle Collage, sondern das Plakat wird nun zum führenden Medium.

Die Ausstellung „British Pop Art“ ist bis zum 12. Mai zu besichtigen. Die Ludwig Galerie hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 4 Euro. Der Ausstellungskatalog kostet im Museum 29,80 Euro.

Ludwig Galerie Schloss Oberhausen
Konrad-Adenauer-Allee 46
D-46049 Oberhausen

Telefon: +49 (0)208 – 412 49 28
Telefax: +49 (0)208 – 412 49 13


28.01.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


27.01.2019, British Pop Art - Meisterwerke massenhaft aus der Sammlung Heinz Beck

Bei:


Ludwig Galerie Schloss Oberhausen








News vom 17.07.2026

Manor Kunstpreis für Caterina De Nicola

Manor Kunstpreis für Caterina De Nicola

Alexandra Grants Literaturgemälde in Nürnberg

Alexandra Grants Literaturgemälde in Nürnberg

Emilio Vedova in Hagen

Emilio Vedova in Hagen

Bayern strukturiert seine Staatsmuseen neu

Bayern strukturiert seine Staatsmuseen neu

News vom 15.07.2026

Rubenspreis für Wilhelm Sasnal

Rubenspreis für Wilhelm Sasnal

Worpswede feiert Paula Modersohn-Becker und ihr Wirken

Worpswede feiert Paula Modersohn-Becker und ihr Wirken

Mörsersammlung für Kölner Museum

Mörsersammlung für Kölner Museum

Bayern restituiert Picasso-Büste

Bayern restituiert Picasso-Büste

News vom 14.07.2026

Eghbal Joudi mit Karin Hollweg Preis geehrt

Eghbal Joudi mit Karin Hollweg Preis geehrt

EU streicht der Biennale die Gelder

EU streicht der Biennale die Gelder

Neue Initiative für eine Kunstmesse in Wien

Neue Initiative für eine Kunstmesse in Wien

Heidi Bucher trifft in Winterthur auf Liesl Raff

Heidi Bucher trifft in Winterthur auf Liesl Raff

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Kunstauktionshaus Schlosser GmbH & Co. - Sommerauktion am 24. % 25. Juli 2026

Sommerauktion A101 am 24. & 25. Juli 2026
Kunstauktionshaus Schlosser GmbH & Co.





Copyright © '99-'2026
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce