Der Traum vom Süden im Hamburger Jenisch Haus  |  | Franz Xaver Winterhalter, Italienisches Mädchen | |
Unter dem Titel „Der Traum vom Süden“ versammelt das Hamburger Jenisch Haus derzeit die Sammlung des Hamburger Senators Martin Johan Jenisch, dessen klassizistische Villa samt Park im Hamburger Stadtteil Klein Flottbek dem Museum seine Heimat gibt. Die Ausstellung ist derzeit nur digital zu erleben. Sie beherbergt vor allem Arbeiten deutscher und nordeuropäischer Künstler des 19. Jahrhunderts wie Anton Melbye, Jørgen Valentin Sonne, Franz Xaver Winterhalter, Johann Jakob Gensler, Albrecht Adam, Franz Ludwig Catel oder der Brüder Franz und Johannes Riepenhausen. Vor allem bei Letzteren war Jenisch während seiner zweimaligen Romreisen häufig zu Gast.
Die sogenannten „Deutschrömer“, die im 19. Jahrhundert zahlreich nach Rom strömten und sich nicht zuletzt um den dänischen Bildhauer Bertel Thorvaldsen versammelten, etablierten eine eigene, zwischen Klassizismus und Romantik changierende Kunstrichtung. Ihre Arbeiten zeugen noch heute von der Faszination für Italien, insbesondere für die Ewige Stadt sowie seine reiche Geschichte und Kunst. Weitere Schwerpunkte der Sammlung bilden Gemälde, die sich mit der napoleonischen Besetzung Hamburgs zwischen 1806 und 1814 sowie dem großen Stadtbrand 1842 beschäftigen. Der 1857 verstorbene Jenisch, dessen Stadthaus damals zerstört wurde, war als Präses der Baudeputation maßgeblich am Wiederaufbau beteiligt und schenkte der zerstörten Hauptkirche St. Petri zur Wiederweihe einen bis heute erhaltenen Taufstein.
Die Ausstellung „Der Traum vom Süden. Die Sammlung des Senators Martin Johan Jenisch“ ist bis zum 18. Januar 2021 anberaumt. Derzeit könnten die Online-Eröffnung der Ausstellung unter www.youtube.com/watch?v=7-I1-VNderQ und eine Digital-Ausgabe unter shmh.de/de/der-traum-vom-sueden betrachtet werden.
Altonaer Museum – Stiftung Historische Museen Hamburg
Jenisch Haus
Baron-Voght-Straße 50
D-22609 Hamburg
Telefon: +49 (0)40 – 82 87 90
Telefax: +49 (0)40 – 81 97 99 37 |