Die Liste trotzt der Corona-Pandemie  |  | Trotz Corona-Krise findet die Liste Art Fair Basel heuer statt | |
Die Liste Art Fair Basel, die wichtigste Nebenmesse der coronabedingt abgesagten Art Basel, findet im Frühherbst in verkürzter Form statt. Die Veranstalter und die jungen internationalen Galerien für zeitgenössische Kunst laden vom 17. bis zum 20. September in die Basler Dreispitzhalle ein. In Kooperation mit dem Kunsthaus Baselland werden 49 Aussteller aus 32 Ländern vertreten sein. Wie Direktorin Joanna Kamm bekanntgab, habe sich eine Mehrheit der für die Liste 2020 ausgewählten Galerien für eine Teilnahme im September ausgesprochen. Diese Entscheidung sei im Bewusstsein gefällt worden, dass aufgrund der Corona-Pandemie ein Messebesuch voraussichtlich nur für ein lokales und vor allem europäisches Publikum möglich sein wird. Galerien, die in Folge der Reisebeschränkungen nicht anwesend sein können, haben die Möglichkeit, mit einem sogenannten Host-Guest-Modell ihre Künstler*innen zu präsentieren. Dabei zeigen physisch präsente Galerien sowohl ihre eigenen Kunstschaffenden, als auch jene der Aussteller, denen es nicht möglich ist, nach Basel zu reisen.
Die rechtliche Grundlage für die diesjährige Ausgabe der Liste bildet ein Beschluss des Schweizer Bundesrats, der Großveranstaltungen mit über 300 Besuchern wieder zulässt. Um die nach wie vor geltenden Hygienemaßnahmen umsetzten zu können, findet die Messe erstmals nicht im Werkraum Warteck pp, sondern in der Dreispitzhalle auf dem Campus der Künste statt, einem Zentrum für Kreativität und künstlerische Praktiken. Die Halle, die der zukünftige Standort des Kunsthauses Baselland sein wird, zeichnet eine räumliche Großzügigkeit aus, die in Zeiten der Pandemie entscheidend ist.
Die Liste Art Fair Basel wurde 1996 von den Zürcher Galeristen Eva Presenhuber und Peter Kilchmann gemeinsam mit dem Kurator Peter Bläuer gegründet. Seit 2019 steht die Liste unter der Direktion von Joanna Kamm, die das zentrale Anliegen der Messe weiterführt, einer neuen Generation von Galerien und Künstler*innen die Tür zur internationalen Kunstwelt zu öffnen. |