Liste in Basel doch abgesagt  |  | Die Stadtplanung war schon gemacht, doch nun ist die Liste in Basel abgeblasen | |
Sie galt als Hoffnungsschimmer in der gegenwärtigen trostlosen Kunstmesselandschaft. Doch nun ist auch die auf September verschobene Liste Art Fair Basel wegen der Corona-Pandemie für dieses Jahr gecancelt. Wie Messechefin Joanna Kamm sagte, habe sich bei ihnen, den Galerien und Partnern die Sorge um die Gesundheit aller verstärkt. „Trotz eines neuen Standorts, eines umfassenden Schutzkonzepts und der Fokussierung auf primär europäische Aussteller*innen und Besucher*innen hat sich in den letzten Wochen die Situation in Europa zu sehr verschlechtert, als dass wir mit gutem Gewissen die Messe durchführen könnten“, so Kamm. Dazu kämen die verstärkten Reisebeschränkungen für Risikoländer, die immer mehr europäische Länder beträfen und damit den Aussteller*innen aus diesen Ländern eine Reise nach Basel unmöglich machten. „Beides zusammen hat uns zu der Entscheidung bewogen, dieses Jahr keine physische Messe durchzuführen.“
Joanna Kamm warb dann noch eindringlich für digitale Formate. Denn gerade junge Kunst dürfe nicht abgesagt werden. „Wir möchten jeden dazu ermutigen, die Galerien und ihre Künstler*innen vor Ort und auf den digitalen Plattformen zu unterstützen, damit sie an der Kunst weiterarbeiten können, die gerade in einer Welt der Unsicherheit so dringend gebraucht wird. Die Kraft von Kunst, diesem immateriellen Zustand Gestalt zu geben und neue Seh- und Denkweisen zu entwickeln, deren Diversität besonders wertvoll ist, wenn die Welt in der Krise steckt, sehen wir als ein Geschenk der Künstler*innen an uns.“ Kamm verwies dabei auf die eigene neue Plattform „Liste Showtime“. Dort werden 72 Galerien jeweils einen Kunstschaffenden ihres Programms online vorstellen und Arbeiten zum Verkauf anbieten. Die VIP Preview läuft vom 11. bis zum 13. September, vom 14. bis zum 20. September ist die Online-Plattform öffentlich zugänglich. |