Französischer Impressionismus in der Staatsgalerie Stuttgart  |  | Edouard Manet, Flieder in einer Glasvase, 1881 | |
Ab heute stehen Werke französischer Impressionisten im Mittelpunkt einer Ausstellung der Staatsgalerie Stuttgart. „Mit allen Sinnen“, so der Titel der Schau, sollen die rund sechzig Gemälde und Papierarbeiten von Meistern wie Edouard Manet, Claude Monet, Alfred Sisley, Camille Pissarro, Gustave Caillebotte, Jean-Louis Forain oder Pierre-Auguste Renoir erlebt werden und eine Art Gegengewicht zur momentanen weltweiten Krisensituation und auch zur herbstlichen Stimmung bieten. In den oberen Räumen des Museums platziert, profitieren die Werke von den dortigen helleren Lichtverhältnissen und lassen auf diese Weise die Atmosphäre der impressionistischen Freiluftmalerei besser nachempfinden.
Besonders in den Mittelpunkt gestellt hat Kurator Christofer Conrad die 1874 im Alter von dreißig Jahren aus Amerika nach Paris eingewanderte Malerin Mary Cassatt als – vielleicht nur neben Berthe Morisot und Eva Gonzalès – eine der wenigen prominenten Frauen in der überwiegend männlich dominierten Künstlerriege. Über Edgar Degas kam sie früh zu den Impressionisten und stellte mit ihnen zusammen zwischen 1879 und 1886 regelmäßig ihre Werke öffentlich aus. Neben Exponaten aus eigenem Museumsbestand und aus dem Pariser Musée Marmottan Monet umfasst die Schau über dreißig bislang selten bis noch nie ausgestellte Leihgaben aus anonymen Privatsammlungen.
Die Ausstellung „Mit allen Sinnen! Französischer Impressionismus“ läuft vom 16. Oktober bis zum 7. März 2021. Die Staatsgalerie Stuttgart hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Geschlossen bliebt an Heiligabend und erstem Weihnachtsfeiertag. Der Eintritt beträgt inklusive der Sammlung und einer noch bis Mitte November laufenden Ausstellung zu Ida Kerkovius 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Das Begleitbuch zur Ausstellung kostet im Museum 24,90 Euro, im Buchhandel 28 Euro.
Staatsgalerie Stuttgart
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