Schweizer Museen öffnen wieder  |  | Die Fondation de l’Hermitage in Lausanne präsentiert ab kommender Woche die illustre Sammlung Georges Bembergs | |
Obwohl die 7-Tage-Inzidenz bei 81,5 liegt und in manchen Kantonen die Corona-Kurve schon wieder nach oben zeigt, hat der Schweizer Bundesrat heute erste Schritte einer Öffnung des Lockdowns beschlossen. Neben dem Einzelhandel, den Außenbereichen von Sport- und Freizeitanlagen, Zoos und botanischen Gärten dürfen ab dem 1. März auch Museen und Lesesäle von Bibliotheken und Archiven unter Auflagen wieder öffnen. Dieses Vorgehen haben der Verband der Museen der Schweiz und ICOM Schweiz begrüßt. Die Schweizer Museen, Schlösser, botanischen Gärten und Zoos wollten sämtliche geforderten Schutzmaßnahmen zuverlässig umsetzen. Der Umgang mit der Begrenzung der Besucherzahlen durch Ticketing-Systeme, die Maskenpflicht, die Lenkung der Besuchenden zur Einhaltung der Distanzregeln sowie die Sicherstellung der geforderten Quadratmeter pro Person – diese Vorkehrungen seien bereits erprobt und jederzeit adaptierbar, so der Verband der Museen.
Auf die Öffnungen freuen sich etwa das Kunstmuseum Bern und das dortige Zentrum Paul Klee und jubeln „Endlich wieder Kunst!“. So laden sie ihre Besucherinnen und Besucher zur Wiedereröffnung am 2. März bei freiem Eintritt in ihre Häuser ein. Im Kunstmuseum ist die Ausstellung „Tools for Utopia. Ausgewählte Werke der Daros Latinamerica Collection“ zu sehen, das Zentrum Paul Klee konnte die Schau „Aufbruch ohne Ziel. Annemarie Schwarzenbach als Fotografin“ bis zum 9. Mai verlängern. Die Fondation de l’Hermitage in Lausanne geht in der kommenden Woche mit ihrer neuen Ausstellung an den Start und präsentiert „Meisterwerke der Sammlung Bemberg“. Die Auswahl aus der Kunstsammlung Georges Bembergs, die üblicherweise in Toulouse beheimatet ist, umfasst 132 Gemälde und Zeichnungen von Alten Meistern, wie François Clouet, Lucas Cranach, Giovanni Antonio Canal oder Marie Louise Elisabeth Vigée-Lebrun, aber auch von den Impressionisten Camille Pissarro, Claude Monet, Gustave Caillebotte und ihren französischen Nachfolgern wie André Derain, Amedeo Modigliani oder Henri Matisse. Und im Kunstmuseum Basel ist dann endlich die Personale „Post-Truth“ von Dorian Sari, dem Träger des Manor Kunstpreises 2021, live zu erleben. |