Geraubte Gemälde von Picasso und Mondrian sichergestellt Die griechische Polizei hat vor neun Jahren in Athen gestohlene Kunstwerke wieder gefunden. Dabei handelt es sich um Pablo Picassos „Tête de femme“ von 1939 und eine frühe gegenständliche Landschaft mit einer Windmühle von Piet Mondrian. Eine weitere, bei dem Raub entwendete Tuschezeichnung des Renaissancekünstlers Guglielmo Caccia mit einem religiösen Thema wurde wohl vernichtet. Die beiden anderen Werke konnten die Beamten in einer Schlucht bei Athen sicherstellen; zuvor waren sie in einem Lagerhaus untergebracht. Bürgerschutzminister Michalis Chrysochoidis und Kulturministerin Lina Mendoni präsentierten das Diebesgut heute in Athen. Die Polizei nahm gestern einen 49 Jahre alten Mann als Drahtzieher des Diebstahls fest, der die Tat inzwischen gestanden hat.
Der Raubzug ereignete sich am 9. Januar 2012 kurz vor 5 Uhr. Die Diebe brachen durch ein Fenster in die Nationalgalerie ein und konnten die drei Werke entwenden, die sie aus ihren Rahmen lösten. Zuvor hatten sie gezielt die Alarmanlage des Museums betätigt, um die Wärter abzulenken. Ein weiteres Gemälde Piet Mondrians mussten die Einbrecher auf ihrer Flucht zurücklassen. Picassos etwa 16,5 Millionen Euro teurer „Frauenkopf“ besitzt eine besondere Bedeutung für Griechenland. Der Künstler persönlich schenkte das Gemälde mit der deformierten Frauengestalt 1949 den Hellenen für ihren Widerstand gegen die Nationalsozialisten. Da Experten davon ausgingen, dass dieses verschollene Bild auf dem internationalen Kunstmarkt nicht handelbar war und daher die Landesgrenzen wohl auch nie verlassen hat, nahm die griechische Polizei im Februar die Ermittlungen wieder auf. |