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Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel

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Landschaft an der Nidda, 1898 / Hans Thoma

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37 neue Welterbestätten

Der Sítio Roberto Burle Marx in Rio de Janeiro ist nun Welterbe

Während ihrer 44. Sitzung vom 16. bis 31. Juli hat die UNESCO insgesamt 37 Stätten auf vier Kontinenten in die Liste des Welterbes aufgenommen. Darunter befinden sich 31 kulturell bedeutende Schauplätze wie die Roberto-Burle-Marx-Stätte in Brasilien, das Handelszentrum Quanzhou in China, diverse Moscheen an der nördlichen Elfenbeinküste, der Leuchtturm im französischen Cordouan oder archäologische Ausgrabungsstätten in Indien und der Türkei. Außerdem wurden sechs ökologisch wertvolle Landschaftsgebiete ausgezeichnet, etwa die vom Aussterben bedrohte Flora und Fauna des Ivindo-Nationalparks im zentralafrikanischen Gabun oder die zoologische Vielfalt der japanische Inselkette aus Amami-Oshima, Tokunoshima, Iriomote und dem nördlichen Teil Okinawas. In Deutschland wurden die jüdischen Gemeinden der SchUM-Stätten in Speyer, Worms und Mainz, die römischen Grenzwälle Donaulimes und Niedergermanischer Limes, die Kurstädte Bad Ems, Baden-Baden und Bad Kissingen sowie die Künstlerkolonie Mathildenhöhe in Darmstadt ausgewählt. Außerdem wurde mit der maritimen Handelsstadt Liverpool zum dritten Mal einem Standort der Welterbetitel entzogen. Im kommenden Jahr wird das Welterbekomitee für seine 45. Sitzung im russischen Kasan tagen und unter anderem über die Auszeichnung der Alten Synagoge und Mikwe in Erfurt beraten.

Die türkische Ausgrabungsstätte Arslan Tepe in der Malatya-Ebene südwestlich des Euphrat zeugt von der Wohnkultur der Menschen in der Kupfersteinzeit, dem Chalkolithikum. Ein Palastkomplex aus dieser Zeit offenbart den damaligen Besiedlungsplan, die Bautechnik und die originalen Wandmalereien. Der Ort war zwischen dem 6. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung bis in die spätrömische Zeit besiedelt. Eine vorausschauende Stadtplanung unter Einbezug der territorialen, institutionellen und soziokulturellen Gegebenheiten sowie der Ausbau eines ökonomischen Produktions- und Transportwesens ließen Quanzhou zwischen dem 10. und 14. Jahrhundert zu einem Zentrum des internationalen Seehandels aufsteigen. Als Ensemble aus diversen einzelnen Monumenten spielte die südostchinesische Stadt während der Song-Yuan-Dynastie eine große Rolle für die Entwicklung Ost- und Südostasiens. Ebenfalls aus dem 14. Jahrhundert datieren die Moscheen in den Städten Tengréla, Kouto, Sorobango, Samatiguila, M’Bengué, Kong und Kaouaraé der nördlichen Elfenbeinküste. Der für den Sudan und die westafrikanische Savanne typische Stil in Lehmbauweise verbreitete sich ab dem 16. Jahrhundert auch an der nördlichen Elfenbeinküste und äußert sich durch hervorstehende Balken und Strebepfeiler, die von Keramik oder Straußeneiern gekrönt sind, sowie sich verjüngende Minarette.

Die im 14. Jahrhundert in Padua geschaffenen Freskenzyklen in der Cappella degli Scrovegni, der Chiesa degli Eremitani, dem Palazzo della Ragione, dem Palazzo Papafava dei Carraresi, dem Baptisterium sowie den angrenzenden Plätzen, der Basilica di Sant’Antonio und dem Oratorio di San Michele sollten die Wandmalerei der nachfolgenden Jahrhunderte entschieden prägen. Künstler wie Giotto di Bondone setzten hier die neuesten optischen Erkenntnisse zu Perspektive und Räumlichkeit um und befassten sich näher mit der menschlichen Physiognomie und Gefühlswelt. Der Leuchtturm Cordouan in der französischen Gironde-Mündung versieht heute noch immer seinen Dienst und zeugt von der künstlerischen, handwerklichen und technologischen Meisterschaft seiner Erbauer. 1584 in Anlehnung an antike Architekturdenkmäler errichtet, wurde er im 18. Jahrhundert auf 67 Meter aufgestockt, die Technik und die Fassade an den Geschmack der Zeit angeglichen.

Als finanziell autonomes Projekt wurde zwischen 1927 und 1938 die Transiranische Eisenbahn mit staatlichen Steuermitteln nach dem Entwurf der iranischen Regierung und 43 internationaler Bauunternehmer realisiert. Die 1.394 Kilometer lange Bahnstrecke führt vom Kaspischen Meer im Nordosten bis zum Persischen Golf im Südwesten des Landes und trug wesentlich zur Erschließung und Modernisierung des Iran bei. Die Züge passieren 360 Brücken, 224 Tunnel, zwei Gebirgszüge sowie Flüsse, Hochland, Wälder und Ebenen in insgesamt vier Klimazonen.

Der Architekt und Maler Roberto Burle Marx (1909-1994) beeinflusste durch die Gestaltung der nach ihm benannten Stätte in Rio de Janeiro in einer Symbiose aus modernen Architekturelementen und ausufernden Gärten mit Pflanzen der einheimischen brasilianischen Fauna die spätere Form des Modern Tropical Garden und die ab Mitte des 20. Jahrhunderts typischen Parkanlagen weit über Brasilien hinaus. Der Künstler wuchs in einem deutsch-französischen Elternhaus in Rio de Janeiro auf und studierte Malerei an der dortigen Escola Nacional de Belas Artes und in Berlin. In Deutschland begeisterte er sich für die Kunst der Moderne und sammelte erste botanische Kenntnisse. Die von der UNESCO geführte Liste des Welterbes verzeichnet aktuell 1.154 Stätten in 167 Ländern, in Deutschland 51. Auf die Liste des gefährdeten Erbes der Welt stehen derzeit 52 Stätten.


02.08.2021

Quelle: Kunstmarkt.com/Amanda Bischoff

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