Sotheby’s versteigert Picasso-Werke in Las Vegas  |  | Picassos Stillleben im Restaurant des Casinohotels Bellagio | |
Sotheby’s veranstaltet zu Pablo Picassos 140. Geburtstag eine eigens konzipierte Auktion: „Picasso: Masterworks from the MGM Resorts Fine Art Collection“. Am 23. Oktober, zwei Tage vor dem Jubiläum, offeriert das Auktionshaus elf Meisterwerke des Spaniers aus der Sammlung der Hotelgruppe MGM Resorts in Las Vegas für eine Gesamtschätzung von circa 70,5 Millionen US-Dollar. Bisher hingen die Picassos im Luxushotel Bellagio und gehörten einst Steve Wynn, dem früheren Casinomogul von Las Vegas, und seiner Firma Mirage Resorts. Wynn hatte die Gemälde für sein 1998 dort eröffnetes „Picasso Restaurant“ erworben. Seit der Fusion seiner Hotelgruppe mit dem Mitbewerber MGM Grand im Jahr 2000 gehören sie nun zu MGM Resorts International, die sich nun davon trennen wollen, um ihre Kunstsammlung diverser aufzustellen.
Höhepunkt der Offerte ist die „Femme au beìret rouge-orange“, ein Portrait Marie-Thérèse Walters aus dem Jahr 1938. Das mehrperspektivische Bildnis zählt zu Picassos letzten Gemälden von seiner Geliebten, da seit 1936 Dora Maar verstärkt ins Leben des Malers trat. In dem auf 20 bis 30 Millionen US-Dollar taxierten Werk scheinen die Gesichtszüge beider Frauen miteinander zu verschmelzen. Aus Picassos später Schnellmalerei-Periode stammen zwei großformatige Konterfeis: „Homme et entfant“ vom 4. Juli 1969 ebenfalls für 20 bis 30 Millionen US-Dollar und der etwas jüngere lustige „Buste d’homme“ vom 10. September 1969 für 10 bis 15 Millionen US-Dollar. Ebenso soviel will die 1942 in Paris gemalte „Nature morte au panier de fruits et aux fleurs“ sehen. Ein etwas einfacher konstruiertes Stillleben mit Blumen, Schale und Bilderrahmen von 1943 verlangt nur 6 bis 8 Millionen Dollar. Zu den charmanten Arbeiten auf Papier gehört Picassos melancholische Sicht auf einen Pierrot aus dem Jahr 1917, der 2,5 bis 3,5 Millionen Dollar einspielen soll. |