Hochdotierter Skulpturenpreis für Tarek Atoui  |  | Performance von Tarek Atoui im Fridericianum in Kassel, 2020 | |
Tarek Atoui erhält den Suzanne Deal Booth/Flag Art Foundation Prize 2022. Ausgezeichnet wird der 1980 geborene Künstler für seine multidisziplinären ethnomusikalischen Rauminstallationen. Seine handgefertigten Objekte fungieren gleichzeitig als abstrakte Skulpturen sowie als Musikinstrumente, die in Liveaufführungen zum Klingen gebracht werden. Der in Paris lebende Atoui wurde im Libanon geboren und zog 1998 für das Wirtschafts- und Elektroakustikstudium nach Frankreich. Seine Skulpturen basieren auf Forschungen in Geschichte, Material, Umwelt und sozialen Gegebenheiten. Für seine durch ein hohes Maß an Sensibilität geprägten Liveaufführungen bringt er Tonmeister, Instrumentenbauer, Musiker und lokale Gemeinschaften zusammen.
Atouis Schaffen ist weltweit zu sehen, zuletzt etwa in New York, den Vereinigten Arabischen Emiraten, auf der Berlin Biennale, im Museum Fridericianum in Kassel in Singapur, Moskau, in Südkorea und Japan. Bei der Documenta im Jahr 2012 präsentierte er die Arbeit „Un-drum 1“, die von DIMI-Synthesizern des finnischen Elektromusikpioniers Erkki Kurenniemi inspiriert wurde. Der vom Museum für moderne Kunst im texanischen Austin vergebene Suzanne Deal Booth/Flag Art Foundation Prize wurde 2016 initiiert und richtet sich an international herausragende Bildhauer*innen. Er ist mit 200.000 US-Dollar dotiert und umfasst zwei Einzelausstellungen in Austin und New York sowie die Produktion eines Katalogs. Bisher ging er an Rodney McMillian und Nicole Eisenman. |