Moritz Wesseler bleibt Chef des Fridericianums Moritz Wesseler wird weiterhin das Fridericianum in Kassel künstlerisch verantworten. Der Aufsichtsrat der Documenta und Museum Fridericianum gGmbH hat den Vertrag des seit Ende 2018 amtierenden Direktors verlängert. Der 1980 in Bremerhaven geborene Kunsthistoriker und Kurator wird das Museum über die Unterbrechung durch die kommende Documenta bis zum Jahr 2027 leiten. Wesseler habe in Kassel vielbeachtete Einzelausstellungen von Künstler*innen präsentiert, denen in Deutschland im institutionellen Kontext bislang noch keine breite Plattform geboten wurde – wie Ron Nagle, Rachel Rose oder Tarek Atoui. Mit diesem spezifischen Fokus festige und verfeinere er den Status der nordhessischen Metropole als Ort der künstlerisch-kreativen Innovation und des Experiments, teilte der Aufsichtsrat mit.
Ein weiterer Schwerpunkt von Wesselers Aktivitäten liegt auf retrospektiv angelegten Ausstellungen zu historischen Positionen. So hat er im vergangenen Jahr die bis dato umfassendste Schau zum Schaffen des „visionären Malers“ Forrest Bess kuratiert. Die Kunst des 1977 verstorbenen US-Amerikaners ist für zahlreiche Künstler*innen, die sich mit den drängenden gesellschaftspolitischen Diskursen der Gegenwart beschäftigen, von großer Relevanz. Außerdem hob der Aufsichtsrat das facettenreiche, auf verschiedene Alters- und Interessensgruppen abgestimmte Vermittlungs- und Veranstaltungsprogramm und Wesselers Initiative zu aktuellen Themen hervor, etwa die Illumination des Fridericianums am US-Wahltag 2020 durch die Filmemacherin und Malerin Trisha Baga, die weit über Deutschland hinaus Aufmerksamkeit erfahren habe. |