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Abstrakt: Die Sammlung Hupertz in Oldenburg

Otto Freundlich, Abstrakte Komposition, 1936/38

Das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg eröffnet an diesem Wochenende eine Ausstellung mit ungegenständlicher Kunst aus der Kollektion des Hamburger Sammlerpaars Stephan und Birgit Hupertz. Im Oldenburger Augusteum sind rund 100 Arbeiten zu sehen, darunter sowohl konstruktivistische als auch konkrete Kunstwerke sowie Minimal Art und Konzeptkunst. Mit Arbeiten von internationalen Künstlerinnen und Künstlern wie Heinrich Hoerle, Friedrich Vordemberge-Gildewart, Hannah Kosnick-Kloss, Willi Baumeister, Josef Albers, Walter Dexel, Andy Warhol, Carl Andre, Hanne Darboven, Imi Knoebel, Mats Bergquist, Bridget Riley, Donald Judd, Hubert Kiecol oder Olafur Eliasson spannt die Schau den Bogen vom frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Zugleich laden die Kuratorinnen Anna Heinze und Kathleen Löwe dazu ein, der Faszination des Kunstsammelns nachzuspüren: Wie kam das Ehepaar Hupertz dazu, Kunst zu sammeln, und woher stammt ihre Faszination für die künstlerischen Positionen?

Mit ihrem geordneten Aufbau von Flächen, Linien und Farben sind die Werke der Sammlung Hupertz eine Hommage an die Schönheit und die Faszination der geometrischen Kunst. Den Arbeiten gemeinsam ist ihre Loslösung von der Gegenständlichkeit – ein radikaler und bis heute nachwirkender Bruch in der Kunst der Moderne. Beispielhaft hierfür steht etwa Otto Freundlichs „Abstrakte Komposition“ von 1936/38, die sich aus sauber abgegrenzten bunten Farbflächen zusammensetzt. Was ist hier dargestellt? Keine Figur, keine Landschaft, nichts Gegenständliches ist hier zu sehen. Es geht einzig um die geometrische Zergliederung der Fläche und die Erzeugung optischer Phänomene durch Farben und Kontraste. So stellt sich nach längerem Blick etwa der Eindruck ein, dass die dunkleren Flächen in die Tiefe des Bildes zu drängen scheinen, während die helleren in die Höhe ragen.

Die Schau erkundet den ästhetischen Kern und die Gestaltungsprinzipien der Kunstwerke anhand der Themenbereiche Figur, Raum, Farbe, Zeichen, Form und Zeit. Die von Logik, Konstruktion, Analytik, Präzision, Mechanik und Reduktion geprägten Kunstwerke verweisen auf sich selbst und können auch ohne Vorwissen sinnlich erfasst werden. So lösen die Künstler der Moderne absichtsvoll Farben von ihrem symbolischen Charakter und betonen stattdessen deren sinnlichen Wert. Übersteigert wird dies etwa bei Anita Stöhr Weber, die mit ihren „Farbstücken“ Farbe vollkommen losgelöst vom Bildträger, über einen Draht hängend, präsentiert. Ihre Übersetzung ins Dreidimensionale findet die Farbfeldmalerei mit Jose Dávilas „Hommage“ von 2017 an den Farbtheoretiker Josef Albers.

Die Ausstellung „Konstruktiv, Konkret, Minimal – Die Sammlung Hupertz“ läuft bis zum 1. Mai. Das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet regulär 9 Euro, ermäßigt 8 Euro. Für den Besuch gelten die 2G+ Regeln sowie die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske.

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg – Augusteum
Elisabethstraße 1
D-26135 Oldenburg
Telefon: +49 (0)441 – 405 70 400


04.02.2022

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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Veranstaltung vom:


05.02.2022, Konstruktiv, Konkret, Minimal – Die Sammlung Hupertz

Bei:


Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg

Kunstsparte:


Malerei

Kunstsparte:


Skulptur

Kunstsparte:


Grafik

Stilrichtung:


Minimalismus

Stilrichtung:


Konkrete Kunst

Stilrichtung:


Konzeptkunst

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Abstrakte Kunst








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