50 Jahre Quadriga in Frankfurt Schon die Dadabewegung prangerte bürgerliche, sinnentleerte Konventionen mit dem revolutionären Ziel an, Neues an ihre Stelle zu setzen. Im Rahmen der Schwankungen zwischen Traum und bitterer Realität begann die Kunst, das Unterbewusste zu veranschaulichen. So entwickelte sich aus einer pessimistischen Grundstimmung heraus im zweiten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts der Surrealismus. Immer wieder variiert und differenziert, entwickelten sich aus dieser Grundströmung weitere Verästelungen. Tachismus, Actionpainting, Colour-Field-Painting, abstrakter Expressionismus sind die gängigen Titulierungen dazu.
Von der bloßen Bildlichkeit entfernt und als ständige Erweiterbarkeit der Ausdrucksformen lesbar, setzte sich die Bewegung ab 1945 insbesondere in den USA und in Frankreich im Rahmen des Informel fort mit dem Verzicht auf beschreibende Motive und kompositorische Regeln. Quadriga und Cobra waren zwei informelle Künstlervereinigungen nach dem zweiten Weltkrieg. Die 1952 in der Zimmergalerie von Klaus Frank ausgestellten 13 Werke der "Künstlerquadriga" stellen in der deutschen Nachkriegskunst eine wichtige Position dar. Anlässlich des 50. Geburtstages sind die Werke der Quadrigamitglieder Karl Otto Götz, Otto Greis, Heinz Kreutz und Bernard Schultze noch bis zum 12. Januar 2003 im Frankfurter Städel Museum im Kontext zu Werken damaliger Zeitgenossen zu besichtigen.
Die Ausstellung „50 Jahre Quadriga“ ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17, mittwochs und donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet.
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