Uffizien restaurieren Boboli-Garten  |  | Der weitläufige Boboli-Garten hinter dem Palazzo Pitti in Florenz soll instandgesetzt werden | |
Die Florentiner Uffizien sind nicht nur eines der größten und bedeutendsten Museen der Welt, sondern umfassen mit dem Giardino di Boboli auch einen der prächtigsten Renaissance-Parks Europas. Dieser soll nun innerhalb der kommenden acht Jahre restauriert und einer teilweisen Umnutzung unterzogen werden. Dabei sollen die zahlreichen Skulpturen, Brunnen und Gebäude der Anlage instandgesetzt sowie das Besuchermanagement verbessert werden. Außerdem soll die Wasserversorgung der Brunnen neu organisiert und effizienter gestaltet werden. Laut den Planungen belaufen sich die Maßnahmen bis zum Jahr 2030 auf rund 50 Millionen Euro.
Einer der größten Einzelposten wird mit 3 Millionen Euro dabei die Installation eines unterirdischen Aufzuges sein, der dann den sogenannten Ammannati-Hof im Palazzo Pitti mit dem ersten Stock des Amphitheaters des Boboli-Gartens verbindet. Der Aufzug soll von einem achteckigen Treppenhaus umgeben sein, dessen gläserne Einfassung die zerstörte Kapelle Christina von Lothringens nachbilden wird. Der Lift wird zudem erstmals die sogenannte Muletta erschließen, einen Gebäudetrakt, der unter anderem barocke Fresken von Salvator Rosa, Jacopo Chiavistelli und Pietro da Cortona beherbergt.
Daneben sehen die Planungen vor, sämtliche der mehr als 300 Skulpturen des Parks zu restaurieren und die besonders anfälligen Kunstwerke durch Kopien zu ersetzten. Im Annalena-Gebäude sind neue Bereiche für Werkstätten, Büros und Studienräume vorgesehen. Das Pagliere-Gebäude wird ebenfalls hergerichtet: ein neues Beleuchtungs- und Klimatisierungssystem wird es ermöglichen, im Erdgeschoss des Gebäudes eine Kasse und einen Buchladen, ein Café sowie einen Lagerraum für die Sammlung von Teppichen und Tapisserien einzurichten. Im zweiten Stock hingegen wird ein neuer Raum von über 800 Quadratmetern für Wechselausstellungen entstehen. |