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Ruangrupa führt Kunstwelt an

Das Documenta-Kuratorenteam Ruangrupa steht auf Platz 1 im „Power 100“-Ranking

Geht es nach dem Kunstmagazin „Art Review“, so ist das indonesische Künstlerkollektiv Ruangrupa heuer der Protagonist der Kunstszene: Das Kuratorenteam der diesjährigen Documenta steht an der Spitze der „Power 100“-Liste, die das britische Magazin am Ende eines jeden Jahres herausgibt. Ruangrupa habe die eingefahrenen Rahmenbedingungen der Kunst durchbrochen und mit seinem Fokus auf Künstlergruppen bei der diesjährigen Documenta 15 gezeigt, dass Vernetzung ein wichtiger Teil des Kunstschaffens ist. Insgesamt hätten die indonesischen Kuratoren in Kassel einen offeneren Zugang zur Kunst vorgestellt. Auch auf die Kontroverse um antisemitische Kunstwerke in den deutschen Medien, die bei der Documenta zu sehen waren, gingen die Juroren der Zeitschrift „Art Review“ ein. Sie habe die Grenzen der institutionellen Normen der europäischen Kunstwelt deutlich gemacht und ihre Fähigkeit hinterfragt, sich an außereuropäische Ideen und Arbeitsmethoden anzupassen.

Dass bei den diesjährigen Großveranstaltungen eine weitere Persönlichkeit aus dem Kuratorenwesen auf Platz zwei landet, ist nicht ganz verwunderlich: Cecilia Alemani hat als Verantwortliche der Hauptausstellung „The Milk of Dreams“ bei der Biennale in Venedig vor allem auf Künstlerinnen gesetzt; nur knapp ein Zehntel der Teilnehmer waren Männer. Der dritte Platz ging an die Form des Verbands an sich, der sich über eine gewerkschaftliche Organisierung für die Belange seiner Mitglieder einsetzt, seien es Künstler, Journalisten, Museumsmitarbeiter oder Universitätsangestellte. Unter den Top Zehn befinden sich als höchstplatzierte Künstler*innen die Medienkünstlerin Hito Steyerl, der Fotokünstler Wolfgang Tillmans, die Biennale-Gewinnerin Simone Leigh sowie die Fotografin Nan Goldin, die mit ihrer Kampagne gegen die Familie Sackler einen Wandel in der Ethik des Museummäzenatentums erwirkt habe. Das Kollektiv Forensic Architecture sicherte sich mit seinem Engagement gegen Sozial- und Umweltverbrechen Platz 25, während die Kunstschaffenden Zanele Muholi und Ibrahim Mahama sowie die Gruppe blaxTarlines für ihren Einsatz zur Stärkung der Basisinfrastruktur in Südafrika und Ghana gewürdigt wurden. Der Bereich des Kunsthandels ist mit den Galerist*innen David Zwirner, Marc Glimcher sowie Monika Sprüth und Philomene Magers auf den Plätzen 9, 23 und 30 vertreten.

Die Liste gilt auch als Beispiel dafür, wie Veränderungen in einem Teil der Kunstwelt neue Bewegungen in einem anderen Bereich anstoßen. Der Dichter Fred Moten und die Akademikerin Saidiya Hartman seien in Bezug auf den Umgang mit der Rassengeschichte und Kolonisation zu Vorbildern für eine ganze Generation an Künstlern geworden. Darren Walker, der Präsident der Ford Foundation, machte sich durch die finanzielle Unterstützung sozial gerechter Ziele in der Kunstwelt einen Namen und landete auf Platz 10. Zudem listet das diesjährige Ranking Personen, die sich mit indigenen Ideen befassen, wie den australischen Künstler Brook Andrew oder die Kuratorin Clothilde Bullen. Dem Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur in der Kunstproduktion haben sich als Vordenkerinnen unter anderem Anna Lowenhaupt Tsing, Cecilia Vicuña und Lucia Pietroiusti verschrieben.

Die 1949 gegründete Kunstzeitschrift „Art Review“ veröffentlicht seit 2002 jährlich eine Rangliste der wichtigsten Persönlichkeiten der Kunstwelt. Die „Power 100“ wird von einer mehr als 30köpfigen Jury aufgestellt und verzeichnet Positionen, die in den letzten zwölf Monaten künstlerisch aktiv waren, mit ihren Arbeiten die Entwicklung der Kunst geprägt und einen globalen Einfluss ausgeübt haben. In den letzten Jahren besetzten unter anderem die digitalen NFTs, die Black Lives Matter-Bewegung oder der Direktor des Museum of Modern Art, Glenn D. Lowry, den ersten Platz.


Infos: artreview.com/power-100


01.12.2022

Quelle: Kunstmarkt.com/Amanda Bischoff

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