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Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel

Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel
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Schweinfurt im Shakespeare-Rausch

Adolph von Menzel, König Heinrich VIII. beim Tanz mit Anna Boleyn, 1870

Das Museum Georg Schäfer in Schweinfurt zieht in diesem Sommer sein Publikum in den Bann des englischen Dichters William Shakespeare und des deutschen Malers Adolph von Menzel. Eine Sonderausstellung beleuchtet die die künstlerische Annäherung Menzels an die Werke des großen Dramatikers. Abgerundet wird die Schau durch Arbeiten des schweizerisch-englischen Malers Johann Heinrich Füssli, des Wieners Hans Makart sowie durch Entwürfe zum Shakespeare-Denkmal in Weimar. Kuratorin Christa Jansohn vom Bamberger Lehrstuhl für Britische Kultur will einen Eindruck von der europaweiten Begeisterung am englischen Schauspiel vermitteln, die im 19. Jahrhundert auch Deutschland im Sturm erfasste. Das macht Jansohn am Beispiel des Meininger Hoftheaters deutlich. „Theaterherzog“ Georg II. entwarf eigene Figurinen und Bühnenbilder und schickte sein Hoftheater mit Shakespeare-Dramen auf ausgedehnte Tourneen durch Deutschland und Europa.

Die von Shakespeare inspirierten Arbeiten des 1898 geadelten Malers, Zeichners und Illustrators Menzel entstanden im Laufe eines halben Jahrhunderts. Bereits im Alter von nur 21 Jahren entwarf Adolph von Menzel eine arabeske Rahmenleiste für eine englische und eine deutsche Shakespeare-Gesamtausgabe. Jahre später wurde der mittlerweile berühmte Menzel wiederum gebeten, für eine Buchpublikation ein Werk zu „Henry VIII.“ zu liefern: 1872 erschien Menzels „König Heinrich VIII. tanzt mit Anna Boleyn“ in der weit verbreiteten „Shakespeare-Gallerie“ der Grote’schen Verlagsbuchhandlung in Berlin. Mit meisterhafter Hand entwarf Menzel hier ein lebendiges Bild des Schlüsselmoments aus der vierten Szene des ersten Akts. Diesen Arbeiten kam sicherlich Menzels eigene Begeisterung für das Theater zugute. Als eifriger Besucher schärfte er schon früh seinen Blick für zentrale Szenen aus den Dramen Shakespeares. Dies bezeugen vor allem seine Skizzenbücher zwischen 1836 und 1838, in denen eine Reihe von Grafitzeichnungen zu Aufführungen von „König Lear“, „Richard II.“, „Der Kaufmann von Venedig“ und „Hamlet“ zu finden ist. Diese Aufführungen besuchte der Künstler im Berliner Schauspielhaus und benutzte seine Skizzen auch für spätere Werke, wie etwa für die Radierung von „Hamlet und Polonius“ aus der Zeit um 1840.

Die Ausstellung „Shakespeare-Hype im 19. Jahrhundert. Adolph von Menzels gezeichnete Begeisterung“ ist bis zum 22. Oktober zu sehen. Das Museum Georg Schäfer hat mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr sowie dienstags bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Parallel zur Schau erscheint ein Begleitheft.

Museum Georg Schäfer
Brückenstraße 20
D-97421 Schweinfurt
Telefon: +49 (0)9721 – 51 48 20


16.08.2023

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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Veranstaltung vom:


13.08.2023, Shakespeare-Hype im 19. Jahrhundert - Adolph von Menzels gezeichnete Begeisterung

Bei:


Museum Georg Schäfer

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Grafik

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Zeichnung

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