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Hans Uhlmann in der Berlinischen Galerie

Ewald Gnilka, Hans Uhlmann in seinem Atelier, um 1954

Mit seinen abstrakten filigranen Metallplastiken gilt Hans Uhlmann als einer der Protagonisten der Nachkriegskunst in der BRD. Der 1900 in Berlin geborene Künstler, der aufgrund antifaschistischer Flugblätter während der Nazi-Zeit eineinhalb Jahre im Gefängnis saß, stand für das fortschrittliche und weltoffene Bild einer Gesellschaft nach Hitlers Diktatur. Von heute an widmet ihm die Berlinische Galerie eine umfassende Retrospektive, die erste seit mehr als 50 Jahren, und beleuchtet dabei sein künstlerisches Tun von den 1930er bis in die 1970er Jahre, chronologisch aufgefächert in den Kapiteln „Durch Draht geformte Räume“, „Tanz und Bewegung“, „Überwindung der Materie“ und „Neue Astronomie des Raumes“. Mit rund 80 Werken, darunter seinen bekannten Skulpturen, aber auch Zeichnungen, Fotografien und Archivmaterial, untersucht die Schau zudem seine Rolle als Kurator, Hochschullehrer und Netzwerker im West-Berlin der Nachkriegszeit.

Künstlerisch ist Hans Uhlmann ein Autodidakt. Er studierte Maschinenwesen und arbeitete zunächst als Ingenieur. Nach Feierabend versuchte er sich als Bildhauer und nahm gelegentlich an Ausstellungen teil. Im Oktober 1933 wurde Uhlmann als Mitglied der KPD von der Gestapo festgenommen und wegen Hochverrats verurteilt. Während seiner Haft in der Justizvollzugsanstalt Tegel entwickelte er die Idee einer „Drahtplastik“, die später sein Schaffen prägen sollte. Zu Beginn seines Wirkens stand für Uhlmann noch die menschliche Figur im Mittelpunkt, was die Schau mit der Zeichnung einer konstruktiven weiblichen Büste von 1934 und ihrer Umsetzung als Drahtskulptur eines weiblichen Kopfs von 1938 belegt.

Nach kompakt geschlossenen Kopfplastiken aus den 1940er Jahren löste Uhlmann die Formen immer weiter auf. Seine Arbeiten aus den Jahren nach 1945 zeichnen sich durch eine große Experimentierfreude aus, insbesondere im Umgang mit unterschiedlichen Materialien. Neben Gipsfiguren und Bronzen entwickelte Uhlmann auch seine Drahtplastiken weiter. Den feinen Draht ersetzte er allerdings durch dickere Eisenstäbe, die er derartig verformte, dass sie in den Raum gezeichnete Figuren ergaben. Vorrangig beschäftigte sich Uhlmann mit den Themen Tanz und Bewegung, etwa in einer titellosen, teils rot gefassten Plastik von 1956, die beide Elemente miteinander verbindet.

Internationale Erfolge stellten sich ein. So war Hans Uhlmann auf den ersten drei Documenta-Schauen in Kassel 1955, 1959 und 1964 repräsentativ vertreten und später noch einmal auf der Documenta des Jahres 1977, zwei Jahre nach seinem Tod. Seine Arbeiten wurden schon 1951 auf der Biennale in São Paulo, drei Jahre später auf der Biennale in Venedig, aber auch im New Yorker Museum of Modern Art, im Stedelijk Museum in Amsterdam oder im Montreal Museum of Fine Arts präsentiert. Die 1960er Jahren waren für Uhlmann von Kunst am Bau-Projekten geprägt, die seine Arbeitsweise beeinflussten. Seine kleinformatigen, oft grazilen Plastiken wurden kompakter und weniger verspielt. Allerdings handelt es sich bei den jüngeren Skulpturen nicht um massive Blöcke, sondern um Räume, die Uhlmann um ein Innenleben herum konstruierte, wie der Entwurf zur „Skulptur auf dem Hansaplatz“ zeigt. Auch in seinem Spätwerk interessierte sich der Künstler noch für Durchlässigkeit und ein Wechselspiel von Innen und Außen.

Die Ausstellung „Hans Uhlmann – Experimentelles Formen“ läuft vom 16. Februar bis zum 13. Mai. Die Berlinische Galerie hat täglich außer dienstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 6 Euro; bis 18 Jahre ist er frei. Der Katalog aus dem Kerber Verlag kostet im Museum 29,80 Euro, im Buchhandel 38 Euro.

Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124-128
D-10969 Berlin
Telefon: +49 (0)30 – 78 902 600


16.02.2024

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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16.02.2024, Hans Uhlmann - Experimentelles Formen

Bei:


Berlinische Galerie

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Skulptur

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Nachkriegskunst

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Abstrakte Kunst

Variabilder:

Hans Uhlmann, Ohne Titel, 1956
Hans Uhlmann, Ohne Titel, 1956

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Hans Uhlmann, Ohne Titel, 1963
Hans Uhlmann, Ohne Titel, 1963








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