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1863 bis 1874: Köln untersucht künstlerische Entwicklungen in Paris

Edouard Manet, Blick auf die Weltausstellung von 1867, 1867

In Erinnerung an die erste Impressionisten-Ausstellung in Paris vor 150 Jahren hat das Kölner Wallraf-Richartz-Museum die Schau „1863 – Paris – 1874: Revolution in der Kunst“ organisiert. 1874 fand die erste von insgesamt acht Ausstellungen statt, die der Strömung die Bezeichnung „Impressionismus“ verlieh. Die Anfänge liegen aber bereits zehn Jahre vorher im offiziellen Pariser Salon und seiner Gegenausstellung von 1863. Eine distinguierte Jury der Pariser Akademie entschied, welche Werke im „Salon de Paris“ ausgestellt werden sollten und welche nicht. Auch wenn es schon zuvor vereinzelt Präsentationen parallel zum Salon gab, so war der „Salon des réfusés“ von 1863, der „Salon der Zurückgewiesenen“, die erste große Alternative zur offiziellen Schau. Damals verspottet und belächelt fanden sich dort Kunstwerke, die heute für die Entwicklung hin zur Moderne wesentlich sind, etwa Edouard Manets „Frühstück im Grünen“ oder James Abbott McNeill Whistlers „Symphonie in Weiß, Nr.1: Das weiße Mädchen“. Die Schau in Köln untersucht die Frage, wie es dazu kam, dass Künstler sich jenseits des offiziellen Salons selbst organisierten und weshalb ihre Kunst zunächst abgelehnt und später gefeiert wurde. Die Besucher*innen erhalten Einblick in eine Auswahl an Werken, die im offiziellen Salon seit 1863 ausgestellt wurden, aber auch in Arbeiten, die damals abgelehnt wurden. Der Salon von 1874 wird als ein Exkurs vorgestellt. Den Abschluss bilden einige Exponate der Impressionisten-Schauen in der Zeit nach 1874.

Etwa alle zwei Jahre fand der offizielle Salon der Pariser Académie des Beaux-Arts statt, so auch am 1. Mai 1863. Seit seiner Erstauflage im Jahr 1667 hatte er sich zum Mittelpunkt des französischen Kunstbetriebs entwickelt. 1863 fanden die Besucher*innen überwiegend traditionelle Werke in einem realitätsnahen Stil und viele Landschaften. Dennoch kann beim „Salon de Paris“ nicht von einer konsequenten Ausgrenzung avantgardistischer Künstler gesprochen werden. Tatsächlich war die Salonjury viel eher von staatlicher Intervention geprägt, als von Gebundenheit an Doktrinen der Akademie; ein avantgardistischer Stil musste keineswegs zwangsläufig erfolgsmindernd sein. Die Salons des Zweiten Kaiserreichs sind denn auch dadurch geprägt, dass sie sich den innovativen Künstlern des Realismus respektive Naturalismus öffneten. So konnte Gustave Courbet etwa im Salon ausstellen. Und auch viele der späteren Impressionisten waren mehr oder weniger regelmäßig im Salon vertreten.

Der „Salon des réfusés“ entstand 1863 aber nicht auf Initiative der Künstler, sondern durch Kaiser Napoleon III., der damit diejenigen besänftigen wollte, die mit der Auswahl der Salonjury unzufrieden waren. So konnten die Abgelehnten ab dem 15. Mai ihre Arbeiten in einem Annex des Palais de l’Industrie präsentieren, in dem auch der offizielle Salon stattfand. Diese Schau, die teils eine stark ablehnende Haltung beim Publikum und Kritikern hervorrief, öffnete den Pfad zur Avantgarde, weil sie die Unabhängigkeit von akademischen Regeln, stilistischen Reglements und gattungsspezifischer Einordnung einriss.

Die Ausstellung „1863 – Paris – 1874 : Revolution in der Kunst. Vom Salon zum Impressionismus“ läuft bis zum 28. Juli. Das Wallraf-Richartz-Museum hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr sowie am ersten und dritten Donnerstag im Monat bis 22 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt regulär 13 Euro, ermäßigt 8 Euro. Der begleitende Katalog kostet im Museum 32 Euro, im Buchhandel 38 Euro.

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Obenmarspforten (Am Rathausplatz)
D-50667 Köln
Telefon: +49 (0)221 – 221 211 19


21.03.2024

Quelle: Kunstmarikt.com/S. Hoffmann

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