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Roni Horn im Kölner Museum Ludwig

in der Ausstellung „Roni Horn. Give Me Paradox or Give Me Death“

Seit dem Wochenende bespielt Roni Horn das Kölner Museum Ludwig mit einer Überblicksausstellung und hat sich dafür den anspruchsvoll formulierten Titel „Give Me Paradox or Give Me Death“ ausgedacht. Er basiert auf einem Zitat des Politikers Patrick Henry. Im 18. Jahrhundert prägte der Vertreter der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung den Spruch „Gebt mir die Freiheit oder den Tod“. Unter Ausnutzung der bildhaften Kraft dieser Floskel tauschte die US-amerikanische Künstlerin das Wort Freiheit gegen Paradox aus, womit sie beide Begriffe und deren Bedeutung auf eine Stufe setzte. Mit Paradox intendiert Roni Horn Mehrdeutigkeiten und Gegensätzlichkeiten, die ihr gesamtes offen und konzeptionell ausgerichtetes Werkschaffen auszeichnen. Primär umfasst es Fotografien, Zeichnungen, Künstlerbücher, Skulpturen und Installationen, aus denen Yilmaz Dziewior, Direktor des Museums Ludwig und Kurator der Schau, 105 Arbeiten auswählte.

Wie sehr die 1955 in New York geborene und an der Rhode Island School of Design und der Yale University ausgebildete Künstlerin vielschichtige Zustände ergründet, zeigt bereits die Fotoarbeit „This is Me, This is You“. Auf zwei gegenüber platzierten Porträtserien ist ihre Nichte Georgia Loy Horn nur scheinbar identisch zu sehen. Doch der Blick, den die Betrachter*innen stets wenden müssen, offenbart leichte Unterschiede der im Abstand von wenigen Sekunden aufgenommenen Bildnisse. Diverse Charaktere und Gemütszustände vereinen sich in derselben Person, was Roni Horn als etwas Fließendes im Menschen betrachtet.

Die Ausstellung konzentriert sich auf die drei Themenbereiche Natur, Identität und Sprache, wobei Zeichnungen einen Schwerpunkt bilden. So begegnet man auf Papier gebannten geometrischen, amorphen, abstrakten Gebilden, die immer wieder in Paarbildungen angelegt sind und in ihrer Farbigkeit plastisch wirken. Großformatige Grafiken mit Gitterstrukturen wecken Assoziationen an die Natur, an Landkarten oder Mikro- und Makroorganismen und bleiben doch letztendlich immer abstrakt. Ihre Serie „Untitled (Chambers St.)“ präsentiert Roni Horn erstmals öffentlich. Entstanden zwischen 1978 und 1981, wirken die organisch kreisenden Bleistiftskizzen wie planlose Handzeichnungen während eines Telefongesprächs. Dazu gesellt sich ein Exemplar ihrer aus dünnen Gummimatten in den 1970er Jahren geschaffenen schwarzen Bodenplastiken sowie in 15 Paaren inszenierte Fotoporträts Horns aus allen Lebensphasen, die sie als zwischen den Geschlechtern oszillierende androgyne Person darstellen.

Breiten Raum nimmt die Fotoserie „Still Water (The River Thames)“ ein. Die dunklen Spiegelungen, Schattierungen oder Reflexe der Wasseroberfläche der Themse kombiniert Horn mit Fußnoten, die das Verhältnis des Menschen zum Wasser reflektieren. Höhepunkt sind dann im großen Ausstellungssaal zehn spielerisch platzierte runde, stark blau oder violett eingefärbte Tröge aus Gussglas. Die transparente Oberfläche mutet wie überlaufendes Wasser an, das das Licht fast in Bewegung zu versetzen scheint, oder wie ein Spiegel, der ein Wechselspiel zwischen Innenleben und Raumumgebung eröffnet. In der Ausstellung sind sie kombiniert mit einem umlaufenden Porträtfries der Schauspielerin Isabelle Huppert in wechselnden Rollen. Am Schluss klingt Horns Interesse an Sprache, Literatur und Poesie an. Präsent und flüchtig, leicht und schwer zugleich wirkt das aus Blattgold gefertigte „Golden Field“. Auf Vierkantstäben aus Aluminium überführt sie dann ein Gedicht der Lyrikerin Emily Dickinson ins Dreidimensionale und erzeugt damit erneut eine Form der paradoxen Verdopplung.

Die Ausstellung „Roni Horn. Give Me Paradox or Give Me Death“ ist bis zum 11. August zu besichtigen. Das Museum Ludwig hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Zur Ausstellung sind ein kostenloses Begleitheft und ein umfangreicher Katalog für 38 Euro im Museumshop erschienen.

Museum Ludwig
Heinrich Böll Platz
D-50667 Köln
Telefon: +49 (0)221 – 221 26 165


25.03.2024

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Veranstaltung vom:


23.03.2024, Roni Horn. Give Me Paradox or Give Me Death

Bei:


Museum Ludwig Köln

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Zeichnung

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Installationskunst

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Zeitgenössische Kunst

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Konzeptkunst

Bericht:


Identität im Wandel








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