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Helvetia Kunstpreis für Virginie Sistek

Virginie Sistek, Resurrection Ranch, 2024

Die diesjährige Siegerin des Helvetia Kunstpreises ist Virginie Sistek, Absolventin des Masterstudiengangs Art Nature Gender an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Basel. Die 1999 in Lausanne geborene Künstlerin darf sich nun über ein Preisgeld in Höhe von 15.000 Franken freuen sowie auf eine Einzelausstellung bei der Liste Art Fair Basel im kommenden Jahr. In der Begründung der fünfköpfigen Jury heißt es: „In ihrer künstlerischen Praxis untersucht Virginie Sistek soziale Phänomene und die daraus resultierenden Machtverhältnisse. Einen besonderen Fokus legt die Künstlerin auf die Thematik der Domestikation. Ausgehend von konkreten Situationen beschäftigt sie sich in ihren Installationen, Performances und Videos mit der Frage, was Konsens oder Uneinigkeit zwischen Individuen schafft. Sie interessiert sich für Formen der Unterwerfung und deren Selbstlegitimierung im Laufe der Zeit und untersucht Möglichkeiten des Widerstands gegen diese Automatismen. Virginie Sistek gelingt es, dem Publikum drängende gesellschaftliche Themen mit Humor und Empathie zu vermitteln. Sie versteht es, Geschichten zu erzählen, die einerseits durch ihre gesellschaftliche Relevanz und andererseits durch ihre Subversion überzeugen.“

Aktuell sind im Kunstmuseum Appenzell die Werke der Finalist*innen Marine Aebischer, Mohamed Al-Bakeri, Tereza Glazova, Mimmo Haraditiohadi, Schahed Javanbakhsh, Anastasia Pavlou, Simon Pellegrini, Leevi Toija, Yul Tomatala, Lou-Anna Ulloa del Rio und Gemma Ushengewe sowie Virginie Sistek zu sehen. Für die Schau „Plattform24“ schuf Sistek die raumfüllende Installation „Resurrection Ranch“. Sie setzt sich hier kritisch mit den Themen der Domestizierung und Ausbeutung von Stuten in der sogenannten „Blutfarm-Industrie“ auseinander. Die Pferde werden in beinahe ununterbrochener Zwangsträchtigkeit gehalten, um verschiedene Hormone zu extrahieren, die sowohl für die Nutztierhaltung als auch in der Humanmedizin eingesetzt werden. Mit dem Titel der Arbeit verweist Sistek auf die zyklische Dynamik der Wiederholung, die in diesen Machtverhältnissen existiert.

Zwei große Skulpturen aus Holz und Sackleinen symbolisieren die Leiber der Stuten, die in den Ausstellungsraum ragen und den Laufparcours vorgeben. An den rechteckigen Tierkörpern hängen kleine pillenförmige Objekte, die an Bremsen erinnern. Diese stilisierten Blutsauger weisen auf den Konflikt zwischen künstlicher und natürlicher Extraktion hin. Die Installation ist nicht als Ganzes erfahrbar, der Besucher kann sie nur sukzessive und in Teilen erfassen, da etwa an einer Stelle ein Stoffbein mit Jeans-Hufen und andernorts ein Pferdeschweif aus Wellkarton liegen. Das Gefühl der Orientierungslosigkeit wird durch den Klang von schwirrenden Fliegen gesteigert. Damit erwirkt Sistek eine Umkehrung der Dominanzverhältnisse zwischen Mensch und Tier. Die Künstlerin versteht ihr Werk als eine Hommage an die Erinnerung an diese Stuten, im weiteren Sinne auch an die durch Ausbeutungssysteme erschöpften Körper.

Der Helvetia Kunstpreis richtet sich an Absolventen Schweizer Fachhochschulen im Bereich Bildende Kunst und Medienkunst. Das Ziel ist die Förderung junger Künstler*innen zu Beginn ihrer Karriere. Die Auszeichnung wird seit 2004 jährlich verliehen, zunächst als Nationale Suisse Kunstpreis und mit dem Zusammenschluss von Helvetia und Nationale Suisse nun als Helvetia Kunstpreis.

Die Ausstellung „Plattfrom24“ läuft bis zum 14. April. Das Kunstmuseum Appenzell ist täglich außer montags von 14 bis 17 Uhr geöffnet, sonntags ab 11 Uhr. Der Eintritt beträgt regulär 15 Franken, ermäßigt 10 Franken und ist jeden ersten Donnerstag im Monat frei.

Kunstmuseum Appenzell
Unterrainstrasse 5
CH-9050 Appenzell
Telefon: +41 (0)71 – 788 18 00


26.03.2024

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


10.03.2024, Plattform24

Bei:


Kunstmuseum Appenzell

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Skulptur

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Variabilder:

Virginie Sistek, Resurrection Ranch, 2024
Virginie Sistek, Resurrection Ranch, 2024

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Virginie Sistek, Resurrection Ranch, 2024
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Künstler:

Virginie Sistek








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