Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Anzeige

Tänzerin / Franz von  Stuck

Tänzerin / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Weide 47 / Ewald Mataré

Weide 47 / Ewald Mataré
© Galerie Weick


Anzeige

Selbstbildnis Lenbachs mit Tochter Marion, 1894 / Franz von Lenbach

Selbstbildnis Lenbachs mit Tochter Marion, 1894 / Franz von Lenbach
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Trauer um Richard Serra

Richard Serra bei der Ausstellung „Westkunst“ 1981 in Köln

Im Alter von 84 Jahren ist gestern der „Poet des Eisens“, der US-amerikanische Bildhauer und Grafiker Richard Serra, gestorben. Wie sein New Yorker Anwalt mitteilte, erlag der weltweit bekannte Künstler in seinem Haus auf Long Island einer Lungenentzündung. Gefeiert vor allem für seine kolossalen, meist geometrischen Plastiken aus rostendem Stahl, war Serra ein ebenso berühmter wie umstrittener Künstler. Bevorzugt fanden seine Werke Aufstellung im öffentlichen Raum, so etwa in seiner Wahlheimat New York, aber auch in Bochum, Paris, Essen, London, Basel oder Saarbrücken. Aufgewachsen ist Serra, dessen Eltern aus Russland und Spanien stammen, in San Francisco. Nach einem Literaturstudium in Kalifornien schrieb er sich 1961 als Kunststudent an der Yale University ein, wo er bald Assistent des deutschen Maler-Emigranten Josef Albers wurde. Als Mitgestalter der neu aufkommenden Kunstform der Minimal Art fand er rasch zu einer eigenen Formensprache.

Zum Ende des Jahrzehnts wurde in New York Richard Serras Arbeit „One Ton Prop: House of Cards“ enthüllt, eine ein Tonnen schwere Konstruktion aus vier 122 mal 122 Zentimeter große Stahlplatten, die wie ein Kartenhaus durch ihr eigenes Gewicht im Gleichgewicht gehalten werden. Heute ist die Skulptur von 1969 Teil der Sammlung des New Yorker Museum of Modern Art. Beim Publikum stießen Serras Arbeiten, gerade solche im öffentlichen Raum, nicht immer auf bedingungslose Gegenliebe. 1981 errichtete er in Manhattan eine monumentale Stahlinstallation mit dem Titel „Tilted Arc“. Das 37 Meter lange Werk blockierte teilweise die Überquerung der „Federal Plaza“, sodass sich vorbeilaufende Menschen damit formal wie optisch auseinandersetzen mussten. Bald löste „Tilted Arc“ eine öffentliche Debatte aus, die schließlich zu einer Klage und dem Entfernen des Kunstwerkes im Jahr 1989 führte.

Gleichwohl wurde Richard Serra in der Folge von Künstlerkollegen mit dem unverkennbaren Spitznamen „Poet des Eisens“ geadelt und blieb bis ins hohe Alter kreativ tätig. 2014 ließ er etwa in der Wüste von Katar eine Serie von stählernen Eisentürmen aus dem glühenden Wüstensand erstehen. Auch hier war ihm das Prinzip des Stützens, Lehnens und Lastens wichtig, das Serra in zahlreichen Varianten durchexerzierte. Dabei halten seine Arbeiten ohne Verschweißungen, Vernietungen oder Verschraubungen stabil und folgen allein den Gesetzen der Schwerkraft.

Richard Serra wurde zu den weltweit wichtigsten Ausstellungen für zeitgenössische Kunst eingeladen. So nahm er zwischen 1972 und 1987 viermal an der Documenta in Kassel teil und war 1977, 1987 und 1997 auch bei den Skulptur Projekten Münster vertreten. Zahlreiche Ehrungen schmücken ebenso seinen Lebensweg, darunter der Goslarer Kaiserring im Jahr 1981 und der Alexej-von-Jawlensky-Preis der Stadt Wiesbaden im Jahr 2017. Damals hieß es in der Begründung: „Serras Umgang mit dem Material Blei, Stahl oder Ölkreide zeugt von Kraft und Sensibilität zugleich. Er schafft wirkmächtige Skulpturen, Leinwände und Arbeiten auf Papier, deren Umsetzung sehr feines Gespür für räumliche Situationen erweist.“


27.03.2024

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Gesamt Treffer 12

Seiten: 1  •  2

Kunstsparten (3)Stilrichtungen (3)Variabilder (5)Künstler (1)

Kunstsparte:


Skulptur

Kunstsparte:


Zeichnung

Kunstsparte:


Grafik

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Stilrichtung:


Minimalismus

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Variabilder:

Richard Serras „Terminal“ in Bochum ist frisch restauriert
Richard Serras „Terminal“ in Bochum ist frisch restauriert

Variabilder:

Richard
 Serra, Wahrzeichen 7
Richard Serra, Wahrzeichen 7

Variabilder:

Richard Serra, Ost-West/West-Ost
Richard Serra, Ost-West/West-Ost








News vom 18.04.2024

Freital erinnert an Hubert Rüther

Freital erinnert an Hubert Rüther

Svenja Grosser übernimmt die Gegenwartskunst im Städel

Svenja Grosser übernimmt die Gegenwartskunst im Städel

Berlin präsentiert Neuzugänge norditalienischer Malerei

Berlin präsentiert Neuzugänge norditalienischer Malerei

News vom 17.04.2024

August-Sander-Preis für Johanna Langenhoff

August-Sander-Preis für Johanna Langenhoff

Ausstellung in Bad Ausee: Wolfgang Gurlitt – Kunsthändler und Profiteur

Ausstellung in Bad Ausee: Wolfgang Gurlitt – Kunsthändler und Profiteur

Wiener Secession stellt Damian Lentini als Kurator vor

Wiener Secession stellt Damian Lentini als Kurator vor

News vom 16.04.2024

Historische Kopenhagener Börse in Flammen

Historische Kopenhagener Börse in Flammen

Israel beteiligt sich vorerst nicht an der bei Biennale in Venedig

Israel beteiligt sich vorerst nicht an der bei Biennale in Venedig

Drei rebellische Künstlerinnen in Magdeburg

Drei rebellische Künstlerinnen in Magdeburg

Archäologische Staatssammlung in München wieder geöffnet

Archäologische Staatssammlung in München wieder geöffnet

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Galerie Neher - Essen - Walter Bertelsmann, Sommertag an der Unterweser, 1922

Blumen · Menschen · Landschaften
Galerie Neher - Essen





Copyright © '99-'2024
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce