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Kurhaus Kleve präsentiert unbekannten Jan Baegert

Jan Baegert, Christus vor Pilatus

Im Museum Kurhaus Kleve wird derzeit das Schaffen eines heute fast vergessenen Meisters der niederrheinischen Kunst um 1500 gefeiert: Der Maler Jan Baegert war ein Zeitgenosse von Lucas Cranach d.Ä. und Albrecht Dürer, und auch wenn er zu den bedeutendsten Künstlern seiner Epoche zählte, ist sein Name heute kaum mehr bekannt. Dies möchte Kuratorin Valentina Vlašic nun ändern. Dafür hat sie rund 30 Arbeiten von Jan Baegert in Kleve versammelt, die zudem durch 20 Digitalisate von Werken aus europäischen und amerikanischen Museen ergänzt werden. Dass Jans Name heute weniger geläufig ist als der seines Vaters, Derick Baegert, ist der traurigen Tatsache geschuldet, dass seine Werke im 19. Jahrhundert häufig auseinandergesägt wurden, um mit den Fragmenten auf dem Kunstmarkt mehr Geld zu erzielen.

Der um 1465 in Wesel geborene Jan Baegert wurde 1490/92 erstmals als Meister bezeichnet. Gegen 1515 schied sein Vater Derick Baegert aus der Werkstatt aus, die sein Sohn anschließend übernahm und bis etwa 1535 mit großem Erfolg weiterführte. Aus Rechnungsbüchern kirchlicher Auftraggeber ist überliefert, dass Jan Baegert ein produktives Atelier betrieb, in dem zahlreiche Gesellen und Lehrlinge für ihn und mit ihm sowohl künstlerische als auch handwerkliche Aufträge ausführten. Der erste Teil der Ausstellung widmet sich zwei Hauptwerken Jan Baegerts. Der „Kreuzigungs- oder Passionsaltar“ und der „Marienaltar“ sind zwei eindrucksvolle Retabel, die wohl zwischen zwei und vier Meter Spannbreite besaßen und zwischen 1515 und 1530 entstanden. Sie sind heute zerteilt, da beide wohl im 19. Jahrhundert geteilt wurden.

Den zweiten, nicht minder wichtigen Teil der Klever Schau stellt der Vergleich von Werken des Vaters Derick Baegert mit denen des Sohnes Jan dar. Oft wird Derick als der qualitätsvollere Maler bezeichnet, der sich stilistisch in der Nähe von Jan van Eyck, Rogier van der Weyden, Dierick Bouts und Hans Memling bewegt haben soll. Doch beide Maler waren Meister einer möglichst naturgetreuen Wiedergabe der Wirklichkeit, die den Maßstab und Wertmesser für die damalige Kunst bildete. Beide verstanden es exzellent, jedem gemalten Objekt eine verborgene Bedeutung beizumessen, die durch die vertraute Sinnbildersprache mühelos von mittelalterlichen Menschen identifiziert werden konnte.

Um dem Publikum die Kunstwerke ohne Restriktionen konservatorischer Natur, also etwa ohne Glasscheiben vor den Werken, ohne Absperrungen vor den Bilder oder Abdunkelungen ganzer Säle, präsentieren zu können, hat das Museum Kurhaus Kleve durch die Kölner Firma Julius Fröbus hochwertige Digitalisate der Originale erstellen lassen, die laut Museum für den Laien nicht vom Original zu unterscheiden sind. Auf diese Weise können auch Abbildungen von Exponaten aus amerikanischen und britischen Sammlungen in Kleve gezeigt werden, was ansonsten aus Gründen der Finanzierbarkeit nicht möglich gewesen wäre, so das Museum.

Die Ausstellung „Schönheit & Verzückung. Jan Baegert und die Malerei des Mittelalters“ läuft bis zum 23. Juni. Das Museum Kurhaus Kleve hat dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt regulär 10 Euro, ermäßigt 5 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist der Besuch kostenfrei. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der im Museumsshop 38,90 Euro kostet.

Museum Kurhaus Kleve
Tiergartenstraße 41
D-47533 Kleve
Telefon: +49 (0)2821 – 750 10


27.03.2024

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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Veranstaltung vom:


24.03.2024, Schönheit und Verzückung: Jan Baegert und die Malerei des Mittelalters

Bei:


Museum Kurhaus Kleve

Kunstsparte:


Malerei

Stilrichtung:


Alte Meister

Stilrichtung:


Gotik

Stilrichtung:


Renaissance

Variabilder:

Jan Baegert, Die Heilige Sippe, um 1530
Jan Baegert, Die Heilige Sippe, um 1530

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Jan Baegert, Christus vor Pilatus
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