Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Anzeige

Tänzerin / Franz von  Stuck

Tänzerin / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Weide 47 / Ewald Mataré

Weide 47 / Ewald Mataré
© Galerie Weick


Anzeige

Selbstbildnis Lenbachs mit Tochter Marion, 1894 / Franz von Lenbach

Selbstbildnis Lenbachs mit Tochter Marion, 1894 / Franz von Lenbach
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Die opulente und verstörende Welt von Mike Kelley in Düsseldorf

in der Ausstellung „Mike Kelley. Ghost and Spirit“

Eine steile Treppe führt in den ausgedehnten dunklen Keller des alten Düsseldorfer Ständehauses hinab. „Ghost and Spirit“ lautet der Titel der neuen Ausstellung zum Schaffen Mike Kelleys in K21. Geister und Gespenster finden sich tatsächlich hier. Auf über 1.000 Quadratmetern breitet sich die skurrile Welt des US-amerikanischen Installations- und Performance-Künstlers an einem geradezu idealen Ort aus. Es flimmert, flackert, dröhnt, vieles bewegt sich grell und irritierend in der Dämmerung. Der Schöpfer des äußerst bizarren Konglomerats gehörte zu jenen Künstlern, die auf andersartige und ungewöhnliche Weise das Spektrum der Gegenwartskunst radikal erweitert haben. In der umfassenden Retrospektive versammeln sich 142 in sieben Gruppen respektive Serien gegliederte Videoscreens, Zeichnungen und skulpturale Objekte. Organisiert in enger Kooperation mit der Bourse de Commerce des Großsammlers François Pinault in Paris, der Tate Modern in London und des Moderna Museet in Stockholm als weiteren Ausstellungsorten, wurde die erste Station in Düsseldorf von Falk Wolf kuratiert.

Große internationale Bekanntheit erlangte Kelley in den späten 1980er Jahren mit Installationen aus Stofftieren, Puppen und Decken, die er auf Flohmärkten oder bei Garagenverkäufen erstand. Abgenutzt und oft selbst gehäkelt, unterlaufen sie den Charakter massenproduzierter Waren und hochästhetischer Kunstproduktion. Die in einem Wandteppich verdichtete Collage „More Love Hours than Can Ever be Repaid and the Wages of Sin“ von 1987 erscheint wie ein expressionistisches Gemälde und visualisiert hinter einer verspielten Kindheit Machtstrukturen. Dieser „Half A Man“ titulierte Schaffenssektor nimmt breiten Raum ein. Vielfach wurden jene Werke mit sexuellen Missbrauch in Verbindung gebracht. Als Reaktion schuf Mike Kelley daraufhin den Komplex „Educational“, in dem er sich mit der Macht der Imagination in Erziehung und Ausbildung, Verschwörungstheorien und dem Verhältnis von Wahrnehmung und Erinnerung auseinandersetzte. Es folgt die Serie „Kandor“ mit Bezugnahmen auf die Gestalt des „Superman“, in der Kelley unter Rückgriff auf Elemente der amerikanischen Popkultur psychologische Untiefen der Figur aufspürte. In der symbolisch als Festung der Einsamkeit inszenierten Apsis des Museums hat Falk Wolf Visionen einer Stadt unter einer Glasglocke arrangiert, ergänzt von Videoproduktionen, skulpturalem Mobiliar oder Gummischläuchen.

Die Präsentation schlägt einen großen Bogen und setzt mit der mehrteiligen Foto-Text-Arbeit „The Poltergeist“ von 1978 ein, in der Kelley Wechselwirkungen zwischen Körper und Geist, der Erinnerung und des Vergessens kondensierte. Sie wird von erstmals gezeigten handschriftlichen Skripten früher Performances begleitet und geht in das zwischen 1982 bis 1985 verfolgte Projekt „Monkey Island“ über, in dem er den Erklärungsanspruch der Wissenschaft hinterfragte. Abschließend versammelt sich im größten Ausstellungssegment „Day is Done“ von 2005 eine turbulente, bunte und laute Welt zwischen Horrorfilm und Musical, Fragment und Gesamtkunstwerk. Videos werden hier mit Teilen von Bühnenbildern und Requisiten zu skulpturalen Installationen verbunden. Bis zu seinem frühen Tod im Jahr 2012 konnte Mike Kelley von den geplanten 365 Episoden – eine für jeden Tag des Jahres – 36 realisieren.

Die Ausstellung „Mike Kelley. Ghost and Spirit“ ist bis zum 8. September zu sehen. K21 hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr, jeden ersten Mittwoch im Monat bis 22 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 14 Euro, ermäßigt 12 Euro, für Studierende 5 Euro; Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre haben freien Eintritt. Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog zum Preis von 48 Euro erschienen.

K21 – Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Ständehausstraße 1
D-40217 Düsseldorf
Telefon: +49 (0)211 – 83 81 600


28.03.2024

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Gesamt Treffer 10

Seiten: 1  •  2

Events (1)Adressen (1)Kunstsparten (4)Stilrichtungen (2)Variabilder (1)Künstler (1)

Veranstaltung vom:


23.03.2024, Mike Kelley - Ghost and Spirit

Bei:


Kunstsammlung NRW

Kunstsparte:


Skulptur

Kunstsparte:


Collage

Kunstsparte:


Installationskunst

Kunstsparte:


Film und Video

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Variabilder:

in der Ausstellung „Mike Kelley. Ghost and Spirit“
in der Ausstellung „Mike Kelley. Ghost and Spirit“








News vom 18.04.2024

Freital erinnert an Hubert Rüther

Freital erinnert an Hubert Rüther

Svenja Grosser übernimmt die Gegenwartskunst im Städel

Svenja Grosser übernimmt die Gegenwartskunst im Städel

Berlin präsentiert Neuzugänge norditalienischer Malerei

Berlin präsentiert Neuzugänge norditalienischer Malerei

News vom 17.04.2024

August-Sander-Preis für Johanna Langenhoff

August-Sander-Preis für Johanna Langenhoff

Ausstellung in Bad Ausee: Wolfgang Gurlitt – Kunsthändler und Profiteur

Ausstellung in Bad Ausee: Wolfgang Gurlitt – Kunsthändler und Profiteur

Wiener Secession stellt Damian Lentini als Kurator vor

Wiener Secession stellt Damian Lentini als Kurator vor

News vom 16.04.2024

Historische Kopenhagener Börse in Flammen

Historische Kopenhagener Börse in Flammen

Israel beteiligt sich vorerst nicht an der bei Biennale in Venedig

Israel beteiligt sich vorerst nicht an der bei Biennale in Venedig

Drei rebellische Künstlerinnen in Magdeburg

Drei rebellische Künstlerinnen in Magdeburg

Archäologische Staatssammlung in München wieder geöffnet

Archäologische Staatssammlung in München wieder geöffnet

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Galerie Neher - Essen - Walter Bertelsmann, Sommertag an der Unterweser, 1922

Blumen · Menschen · Landschaften
Galerie Neher - Essen





Copyright © '99-'2024
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce