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Das Salzkammergut und die NS-Raubkunst

in der Ausstellung „Die Reise der Bilder – Hitlers Kulturpolitik, Kunsthandel und Einlagerungen in der NS-Zeit im Salzkammergut“

Das Salzkammergut war während des Zweiten Weltkriegs wie keine andere Region in Österreich Umschlagplatz und Bergungsort von bedeutenden Werken der Kunstgeschichte, darunter auch von NS-Raubkunst. Das Lentos Kunstmuseum in Linz präsentiert nun unter dem Titel „Die Reise der Bilder“ über 80 Gemälde und Objekte, die während der Kriegsjahre im Salzkammergut gesammelt, gelagert, geborgen und gerettet wurden. Anlass ist, dass die Region Salzkammergut mit dem bekannten Kurort Bad Ischl im Zentrum heuer zur Kulturhauptstadt Europas erkoren ist. „Bad Ischl Salzkammergut 2024 baut mit der Programmlinie ‚Macht und Tradition‘ Erinnerungslandschaften. Das Thema Kunstgutbergung nimmt darin einen besonderen Platz ein, und wir freuen uns, mit dem Lentos als kompetenten Partner dieses dreiteilige Ausstellungsprojekt zu realisieren. Neben dem Kunstraub von Hitler ist ein weiterer wichtiger Aspekt der nach wie vor praktizierte systematische Kunstraub und die Vernichtung von Kulturgütern durch vermeintliche Sieger. Eine Aufgabe, die Europa dringlichst zu bearbeiten hat“, meint Elisabeth Schweeger, Künstlerische Geschäftsführerin der Kulturhauptstadt.

Adolf Hitler ließ für sein geplantes Linzer „Führermuseum“ im Zweiten Weltkrieg geraubte und gekaufte Kunstwerke im Salzbergwerk Altaussee einlagern. Die berühmte Sammlung Schack wurde ebenfalls von München nach Aussee transferiert. So landeten bedeutende Gemälde der deutschen Kunst des 19. Jahrhunderts im Salzkammergut. Auch die österreichischen Museen nutzten 1944/45 den Kaiser-Franz-Josef-Erbstollen in Lauffen bei Bad Ischl als Bergungsort für ihre Kunstschätze. Das ist die Rahmenhandlung für die Ausstellung, die sich im Spannungsfeld immer noch brisanter Themen wie Raubkunst, Arisierung, Restitution und Kunstschutz bewegt. Laut Kuratorin Elisabeth Nowak-Thaller, Vizedirektorin des Lentos, will die Schau die verschlungenen Wege der Bilder in der Zeit des Nationalsozialismus aufzeigen. Die Beispiele stammen unter anderem von Arnold Böcklin, Edvard Munch, Lovis Corinth, Jacob van Ruisdael, Anthonis van Dyck, Giovanni Battista Tiepolo, Max Liebermann, Jacob Jordaens, Tizian, Moritz von Schwind oder Ferdinand Georg Waldmüller. Henrike Naumanns Installation „Ruinenwert“ aus dem Jahr 2019 ergänzt die Präsentation um eine zeitgenössische Perspektive.

Ein Fokus der Schau liegt auf dem von Hitler für Linz projektierten „Führermuseum“ sowie dem „Sonderauftrag Linz“. Mittels eines Erlasses, dem sogenannten „Führervorbehalt“, wurde ein System geschaffen, das es Hitler und seinem Stab vom „Sonderauftrag Linz“ ermöglichte, sich aus im gesamten Deutschen Reich und den besetzten Gebieten „sichergestellten“ und beschlagnahmten Kunstgütern vorrangig zu bedienen. Bis zu ihrer vorläufigen Endstation im Salzbergwerk Altaussee durchliefen die für das „Führermuseum“ vorgesehenen Gemälde in der Regel bereits bis zu vier Etappen, unter anderem den „Führerbau“ in München, das Zentraldepot in Wien, die Gemäldegalerie in Dresden und das Stift Kremsmünster. „Hitler sammelte – das heißt, er kaufte und raubte – Kunstwerke nicht nur für Linz, sondern für Museen im gesamten Deutschen Reich. Hitlers Vorhaben für Linz, insbesondere die kulturellen Projekte, waren zweifellos überdimensional. Die Fiktion als ‚Supermuseum‘ ist jedoch ein Mythos, sowohl hinsichtlich der Größe des Gebäudes wie auch des Bestandes. Diese Schimäre überlagert bis heute ein tatsächlich gigantisches Verteilungsprogramm von vorwiegend NS-Raubkunst auf die österreichischen und deutschen Museen und entpolitisiert Hitlers Museumspolitik so zu einem irrealen, wenn nicht irren Projekt eines größenwahnsinnigen Diktators“, fasst Birgit Schwarz, international renommierte Expertin für NS-Kulturpolitik und Gastkuratorin der Ausstellung, ihre langjährige Forschung zusammen.

Die Ausstellung „Die Reise der Bilder – Hitlers Kulturpolitik, Kunsthandel und Einlagerungen in der NS-Zeit im Salzkammergut“ ist bis zum 8. September zu sehen. Sie wird um die Präsentationen „Wolfgang Gurlitt. Kunsthändler und Profiteur in Bad Aussee“ im Kammerhofmuseum in Bad Aussee und „Das Leben der Dinge“ ergänzt, die im Alten Marktrichterhaus in Lauffen bei Bad Ischl anhand zeitgenössischer künstlerischer Positionen das Schicksal von Kunstwerken und Artefakten zwischen Raub, Verschleppung, Restitution und Rekonstruktion verhandelt. Das Lentos Kunstmuseum hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr geöffnet. Das All-inclusive-Ticket für 35 Euro ermöglicht den Eintritt zu den drei Ausstellungen und zum Originalschauplatz „Salzwelten“ in Altaussee. Der Ausstellungskatalog aus dem Hirmer Verlag kostet 39 Euro.

Lentos Kunstmuseum Linz
Ernst-Koref-Promenade 1
A-4021 Linz
Telefon: +43 (0)732 – 7070 3600


02.04.2024

Quelle: Kunstmarkt.com/Mathias Bless

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20.03.2024, Die Rei se der Bilder - Hit lers Kul tur po li tik, Kunst han del, Ein la ge run gen und Ber gun gen in der NS-Zeit im Salzkammergut

Bei:


Lentos Kunstmuseum Linz

Kunstsparte:


Malerei

Stilrichtung:


Moderne Kunst

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