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Fotopreis der Stiftung Niedersachsen für Frida Orupabo

Frida Orupabo

Frida Orupabo erhält den „Spectrum Internationalen Preis für Fotografie 2025“ der Stiftung Niedersachsen in Hannover. Die 1986 geborene farbige Norwegerin wird für ihre „beeindruckenden fotografischen Collagen“ ausgezeichnet, in denen sie Fragen von Identität, Rasse, Geschlecht und der sexualisierten Ausbeutung und Objektivierung schwarzer Körper nachgeht. Orupabo erschaffe durch künstlerische Manipulation neue Narrative und emanzipiere ihre vornehmlich weiblichen Figuren. In der Jurybegründung heißt es weiter: „In der Auseinandersetzung mit den schmerzhaften Fehlstellen visueller Überlieferungen und ihren komplexen, auf Aufklärung zielenden Bildfindungen, in denen die Gewalttätigkeit tradierter Blickregime zur Anschauung gebracht wird, nimmt Frida Orupabo in der Fotografie der Gegenwart eine sehr besondere Rolle ein.“

Ihr Interesse an der Darstellung zumeist schwarzer weiblicher Körper geht auf frühe eigene Erfahrungen zurück. Als Kind einer norwegischen weißen Mutter und eines nigerianischen schwarzen Vaters wuchs sie in den 1990er Jahren in der Nähe von Oslo in einer überwiegend weißen Gesellschaft auf, die ihr das Gefühl vermittelte, „anders“ zu sein. Um dieses „Anders-Sein“ besser zu verstehen, wandte sich die ausgebildete Soziologin 2013 Familienfotografien zu und lud diese auf ihren Instagram-Feed. Bald darauf vertiefte sich Orupabo in die Weite des digitalen Netzes, kombinierte Fotografien aus Archiven der Kolonialzeit und der Apartheid sowie aus Film, Malerei und Mode, die meist schwarze weibliche Körper zeigen. Die Menschen auf diesen Bildern sind oft als namenlose Objekte katalogisiert und gespeichert.

Frida Orupabo zerstückelt, seziert und klebt Körperteile dieser vorgefundenen Fotos wie Prothesen aneinander und lässt die Körper wie verzerrte Puppen aussehen, in denen sich Schmerz, Wut und Unbehagen äußern. Widerstand, meint die Künstlerin, äußert sich darin, wie ihre Collagen den Blick zurückwerfen. Oft sind es die unterdrückten Blicke von Sklavinnen und Sklaven, die nun die Betrachtenden anstarren. In ihren Arbeiten findet eine Transformation vom Objektstatus zum Subjektstatus statt. Damit bringt Orupabo das verdrängte archivarische Material an die Oberfläche und hinterfragt die darin liegende Macht der Bilder. Ihre parallel entstehenden Videoarbeiten können in diesem Sinne als fokussierende Re-Lektüren bestehender Bildbestände gelesen werden. „Ich möchte, dass die Menschen in sich selbst eintauchen und ihre eigene Position erkennen“, erklärt die Künstlerin. „Ich denke, das ist die Essenz meiner Arbeit.“

Seit 1994 vergibt die Stiftung Niedersachsen im zwei- bis dreijährigen Rhythmus den „Spectrum Internationalen Preis für Fotografie“. Er verweist auf die zwischen 1972 und 1991 existierende Galerie „Spectrum“, eine der ersten Fotogalerien in Europa und Ursprung der Fotoabteilung des Sprengel Museums Hannover. Die Auszeichnung ist mit 15.000 Euro, einer Werkschau im Sprengel Museum und einer Publikation dotiert. Geehrt wurden bisher Robert Adams (1994), Thomas Struth (1997), John Baldessari (1999), Sophie Calle (2002), Martha Rosler (2005), Helen Levitt (2008), Bahman Jalali (2011), Boris Mikhailov (2013), Hannah Collins (2015), Rineke Dijkstra (2017), Fiona Tan (2019), Zanele Muholi (2021) und zuletzt im vergangenen Jahr Adrian Sauer.


15.04.2024

Quelle: Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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