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Drei rebellische Künstlerinnen in Magdeburg

Sanja Ivekovic, Ona prava. Biseri revolucije (Die Echte. Perlen der Revolution), 2007/10

„Unverschämt rebellisch“ hat das Kunstmuseum Magdeburg seine aktuelle Ausstellung überschrieben, unter dem Titel Arbeiten von Sanja Ivekovic, Ulrike Rosenbach und Gabriele Stötzer versammelt und präsentiert Fotografien, Videoarbeiten, Performances sowie Installationen vom Beginn des Schaffens der drei Künstlerinnen als auch jüngere Werke. Seit den 1970er Jahren beziehen Ivekovic, Rosenbach und Stötzer immer wieder radikale künstlerische Positionen und haben sich als Initiatorinnen von Frauenbewegungen aktiv in das gesellschaftliche Geschehen eingebracht. Obwohl sie von den unterschiedlichen politischen Kontexten ihrer Heimatstaaten Jugoslawien, BRD und DDR geprägt sind, haben sie unabhängig voneinander eine Bildsprache entwickelt, die gängige Geschlechterrollen und die damit verbundenen kulturellen Normen hinterfragt.

Im Mittelpunkt ihrer Performances, Fotografien, Textil- und Schriftarbeiten, Gemälde und Filme steht immer die Frau. Bei Rosenbach und Stötzer fungiert der weibliche Körper als Ausdrucksmittel. Sie nutzen ihn zum einen als Leinwand, zum anderen, um mittels Bewegung aus ihren Grenzen auszubrechen. Ivekovic verurteilt in ihren Arbeiten die Objektifizierung des Frauenkörpers und die damit einhergehende Projektionsfläche für geschlechtliche Zuschreibungen. Damit setzen sie den gängigen Bildern ihre eigenen Vorstellungen des Weiblichen entgegen und kritisieren überkommene Geschlechtszuweisungen. So geht Sanja Ivekovic häufig auf die Darstellung von Frauen in den Medien ein und verwendet schillernde Werbemotive, denen sie mit Text oder Bildern eine andere Realität gegenüberstellt. Auf ihrer Fotoarbeit „Die Echte. Perlen der Revolution“ von 2007/10 zeigt sie groß den Kopf eines Modells mit Perlenkette, dessen linkes Auge mit dem Schwarzweißfoto zweier Soldatinnen der Revolution überklebt ist.

Ulrike Rosenbach gilt als Pionierin der Videokunst, kam 1969 mit dem amerikanischen Feminismus in Berührung und wurde selbst Teil dieser Bewegung. Hauptthemen ihrer Performances, Videos und skulpturalen Installationen sind die weibliche Identität und die Rolle als Künstlerin, Ehefrau und Mutter, wobei sie patriarchale Rollenklischees anprangert, etwa in ihrer bekannten Arbeit „Art is a criminal Action“ von 1969/2016, bei der Rosenbach auf Andy Warhols Motiv „Triple Elvis“ zurückgreift, Elvis Presley als Film-Cowboy mit gezogener Pistole aber zweimal durch ihre Person ersetzt. Als 1953 in Emleben bei Gotha geborene DDR-Bürgerin behandelt Gabriele Stötzer das oft weibliche Individuum im Gegensatz zu einem totalitären Staat. Nach einem einjährigen Gefängnisaufenthalt wegen „Staatsverleumdung“ im Frauengefängnis Hoheneck kam sie über die Schriftstellerei zu Film und Fotografie. In ihren Performances und Inszenierungen hebt sie den weiblichen nackten Körper aus dem Alltäglichen heraus und kontextualisiert ihn mit unausgesprochenen Erfahrungen und Verletzungen, womit sie sich gegen die sozialistisch-kleinbürgerlich-dogmatische Tabus ihrer Zeit stemmt. In der Kunst, wie in ihrem Film „Veitstanz/Feixtanz“ von 1988, findet Stötzer den Freiraum für ihr Engagement gegen Entmündigung und Reglementierung.

Die Ausstellung „unverschämt rebellisch – Sanja Ivekovic. Ulrike Rosenbach. Gabriele Stötzer“ ist bis zum 30. Juni zu sehen. Das Kunstmuseum Magdeburg hat dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt 8 Euro, ermäßigt 4 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist er kostenlos. Begleitend zur Schau erscheint ein Katalog.

Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg
Regierungsstraße 4-6
D-39104 Magdeburg
Telefon: +49 (0)391 – 56 50 20


16.04.2024

Quelle: Kunstmarkt.com/Werner Häußner

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Veranstaltung vom:


14.04.2024, unverschämt rebellisch - Sanja Ivekovic. Ulrike Rosenbach. Gabriele Stötzer

Bei:


Kunstmuseum - Kloster unserer lieben Frauen

Kunstsparte:


Aktionskunst und Performance

Kunstsparte:


Installationskunst

Kunstsparte:


Fotografie

Kunstsparte:


Film und Video

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Stilrichtung:


Feministische Kunst

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