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Zum Tod der Fotografin Bertien van Manen

Eva Besnyö, Portrait Bertien van Manen

Bertien van Manen ist tot. Wie die Annet Gelink Gallery in Amsterdam mitteilte, die die Niederländerin vertrat, starb sie friedlich am 26. Mai im Alter von 89 Jahren im Beisein ihrer Familie. Die 1935 in Den Haag geborene Künstlerin gilt als Erneuerin der Dokumentarfotografie. Sie begann ihre Karriere in den 1970er Jahren als Modefotografin, nachdem sie französische und deutsche Sprachen und Literatur studiert hatte. Doch streifte sie schon früh immer häufiger den Bereich der Kunst, als sie begann, das Alltagsleben künstlerisch in ihre Fotos einfließen zu lassen. So wurden ihre Aufnahmen rasch zu konzentrierten Dokumenten des täglichen Lebens und intimer Momente von gewöhnlichen, bisweilen zufällig ausgewählten Menschen. Für Bertien van Manen war die Fotografie, die sie oft ungeschönt und direkt realisierte und nicht retuschierte, auch eine Möglichkeit, sich aus der starren Rolle der Hausfrau zu befreien und ein eigenes berufliches und künstlerisches Leben zu führen.

Inspiriert von Robert Franks „The Americans“, reiste sie viel herum und fotografierte, was sie sah. Für ihre Arbeit war ihr eine enge Beziehung zu den Menschen, die sie ablichtete, wichtig. In den 1980er Jahren fuhr Bertien van Manen allein in einem Pick-up-Truck durch die Appalachen, um Bergarbeiterinnen zu porträtieren. Ihr Schaffen führte sie zudem in die Westsahara, nach Nicaragua, in weite Teile Osteuropas und von englischen Bergbaudörfern in die ehemalige Sowjetunion und nach China. Dabei war sie nur mit einer preiswerten Schnappschusskamera ausgerüstet. Denn diese Kamera erlaubte es ihr, nicht als Fotografin, sondern als „Touristin oder als Freundin, die gerne fotografiert“, gesehen zu werden, wie sie einmal in einem Interview verriet.

Trotz ihrer häufigen Aufenthalte in Konfliktgebieten unterschieden sich Bertien van Manens Fotos deutlich von pittoresken Bildern der Armut und des Elends. Sie suchte nach Bräuchen, Begegnungen und Gesprächen und konzentrierte sich auf die Menschen hinter den historischen Ereignissen. Bis heute wird sie für ihre intime Perspektive, ihren Blick für Details und die Sensibilität gelobt, die in ihren Bildern zum Ausdruck kommt. Im Laufe ihrer langen Karriere veröffentlichte Bertien van Manen mehrere Fotobücher, darunter „A Hundred Summers, A Hundred Winters“ von 1994, „East Wind West Wind“ aus dem Jahr 2001, und 2011 erschien „Let’s Sit Down Before We Go“. Ihre Bilder wurden in renommierten Museen und Galerien weltweit ausgestellt, darunter im Museum of Modern Art in New York, in der Tate Modern in London und im Stedelijk Museum in Amsterdam.


29.05.2024

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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