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Tänzerin / Franz von  Stuck

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Journal

Zur Einstimmung in die Art Basel-Woche ein paar Kunsttipps für Entdeckungen außerhalb der Messehallen

Was Basel sonst noch bietet



Dan Flavin, untitled (in memory of Urs Graf), 1972/75

Dan Flavin, untitled (in memory of Urs Graf), 1972/75

„Basel ist wie der Rhein, an dem es liegt: Wie dessen Wasser erneuert es sich ständig. Gleich bleiben allenfalls die Ufer, die es begrenzen.“ Mit diesen Worten beschreibt der bekannte Basler Romanautor Alain Claude Sulzer, Jahrgang 1953, eines der Hauptmerkmale seiner Heimatstadt. „Metropolis im Handtaschenformat“ ist ein anderes Etikett, das unter anderem vom Tourismusbüro der knapp 175.000-Einwohnerstadt im Dreiländereck Schweiz, Deutschland, Frankreich verwendet wird. Insbesondere für Kunstliebhaber hat die Stadt Basel eine Menge zu bieten: Ob Meisterwerke von Hans Holbein, Arnold Böcklin, Mark Rothko oder Jasper Johns im Kunstmuseum Basel, dessen Sammlung rund 4.000 Gemälde, Skulpturen, Installationen und Videos umfasst, oder Kunst der Moderne und Gegenwart in der berühmten Fondation Beyeler in Riehen etwas am Rande der Stadt.


Aufbauend auf der Sammlung des legendären Galeristenehepaars Ernst und Hildy Beyeler, wird hier seit 1997 Kunst auf Weltstadtniveau präsentiert. Das meistbesuchte Kunstmuseum der Schweiz vereint die preisgekrönte Architektur des italienischen Architekten Renzo Piano mit seiner einmaligen landschaftlichen Einbettung in einen großzügigen Park mit alten Bäumen, Seerosenteich und kontemplativen Blicken auf Kuh- und Streuobstwiesen. Doch damit nicht genug: Zur Zeit entsteht im Park ein Erweiterungsbau mit zusätzlichen 1.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche in der minimalistisch klaren Architektur von Peter Zumthor. Wenn alles glatt geht, wird er 2025 eröffnet – vielleicht ja zeitgleich zur Art Basel, der wichtigsten Kunstmesse der Welt, die seit ihrer Premiere 1970 Jahr für Jahr im Juni bis zu 90.000 Besucher in die Stadt lockt.

Auch wenn die Messe mittlerweile über Ableger in Miami Beach, Hongkong und Paris verfügt, ist die Art Basel in Basel doch immer noch „the place to be“ für die wichtigsten Sammler, Galeristen, Künstler, Museumsleute, Kuratoren und Kunstliebhaber aus aller Welt. Das übersichtliche Basel mit seinen kurzen Entfernungen, den guten Straßenbahnverbindungen und dem breit gefächerten gastronomischen Angebot bietet den Besuchern eine Woche lang die Gelegenheit für unkomplizierte Begegnungen, lockeren Austausch und die Pflege von Freundschaften und Geschäftsbeziehungen. Wer sich zwischendurch aus dem Kunstzirkus ausklinken will, dem sei ein erfrischendes Bad im hier noch erstaunlich sauberen Rhein empfohlen.

Auch für die Basler Kunstinstitutionen ist die Messe Jahr für Jahr Anlass, besondere Ausstellungen zu präsentieren. So zeigt in der Fondation Beyeler gerade ein sechsköpfiges Kurator*innenteam, darunter der Künstler Philippe Parreno und der Kurator und Kritiker Hans-Ulrich Obrist, gemeinsam mit Museumsdirektor Sam Keller die große Sommerausstellung „Dance with Daemons“, die erstmals alle Räume des Hauses und den Park mit einer experimentellen Präsentation zeitgenössischer Kunst füllt. Viele Arbeiten, darunter auch einige Performances, entstehen ortsspezifisch. Die Künstlerliste liest sich wie ein Who’s Who der Gegenwartskunst. Mit dabei sind etwa Carsten Höller, Rirkrit Tiravanija, Dominique Gonzalez-Foerster, Wade Guyton und Precious Okoyomon (bis 11. August).

Im Museum Tinguely lohnt die permanente Sammlung mit Arbeiten des Schweizer Maschinenkünstlers Jean Tinguely (1925-1991) immer einen Besuch – im übrigen auch mit Kindern. Zur Zeit hat das Museum Tinguely die Ausstellung „Antimatter Factory“ mit absurd-humorvollen, aber auch konsumkritischen Installationen, Videoarbeiten und interaktiven Werken der 1976 geborenen argentinisch-israelischen Künstlerin Mika Rottenberg im Programm (bis 3. November).

Im Kunstmuseum Basel ist noch bis zum 18. August die große Sonderausstellung „Dan Flavin – Widmungen aus Licht“ zu sehen, die zahlreiche Leuchtstoffröhren-Arbeiten des amerikanischen Vertreters der Minimal Art zu einem sinnlichen Parcours arrangiert. Die Basler Stadtgesellschaft zeichnet sich durch ihr einzigartiges Mäzenatentum aus. Das ausgeprägte private Stiftungswesen und die Präsenz kunstaffiner internationaler Konzerne wie des Pharmariesen Roche, der Versicherung Baloise Group oder der Großbank UBS ermöglichen hier Dinge, die anderswo undenkbar wären. Die Baloise Group verfügt sogar mit dem Kunstforum Baloise Park über eigene Ausstellungsräume im Stadtzentrum.

Mit dem maßgeblich von der Christoph Merian Stiftung finanzierten, 2011 eröffneten Haus der Elektronischen Künste (HEK) befindet sich in Basel auch ein ganz auf digitale Kunst spezialisiertes Ausstellungshaus. Unter der Leitung der Deutschen Sabine Himmelsbach hat sich das HEK zu einer gut frequentierten Plattform für interdisziplinäre Projekte, Performances, Diskussionsveranstaltungen und Konzerte entwickelt. In unmittelbarer Nachbarschaft des HEK auf dem Dreispitzgelände hat jetzt auch das zuvor an der Stadtgrenze beheimatete Kunsthaus Baselland sein neues Domizil auf 2.600 Quadratmetern Bruttogeschossfläche bezogen. Mitte April startete dort die international besetzte Eröffnungsausstellung unter dem Titel „Rewilding“ (bis 18. August).

Ein anderes Konzept verfolgt das von hier nur einen Tramstop entfernte, 2003 eröffnete Schaulager. Als eines der ersten seiner Art versteht sich dieses heuer leider nur im Rahmen von Führungen begehbare Depot nicht nur als Lager sondern vor allem auch als Forschungsinstitution für Wissenschaftler und Kuratoren. Das Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron hat das Schaulager als maßgeschneidertes Lagerhaus für teils raumgreifende Werke zeitgenössischer Kunst konzipiert.

Wer ein jüngeres Bauwerk der international erfolgreichen Basler Architekten erleben möchte, muss nur kurz über die deutsch-schweizerische Grenze nach Weil am Rhein fahren. Dort auf dem Vitra Campus wurde 2010 das VitraHaus von Jacques Herzog und Pierre de Meuron eröffnet. Von der Terrasse des fünfstöckigen Mehrgiebelhauses, das als Showroom für die Produkte des Möbelherstellers dient, blickt man auf das Vitra Design Museum des Architekten Frank O. Gehry. Hier gehen jedes Jahr zwei umfangreiche Wechselausstellungen aus den Feldern Architektur und Design an den Start. Die aktuelle Schau „Transform! Design und die Zukunft der Energie“ untersucht aus der Design-Perspektive, wie Windkraftanlagen, Solarhäuser und Mobilitätskonzepte nicht nur effizient sondern auch ästhetisch ansprechend gestaltet werden können (bis 1. September).

Wieder zurück in Basel, empfiehlt sich ein Besuch im lauschigen Gastgarten des Restaurants Kunsthalle. So gestärkt geht es dann in die Kunsthalle Basel und ins Schweizer Architektur Museum (SAM), das im selben Gebäude untergebracht ist. Die Kunsthalle Basel hat sich seit ihrer Gründung 1872 die Präsentation aufstrebender zeitgenössischer Künstler*innen auf die Fahnen geschrieben. Sie verfügt über keine eigene Sammlung. Zwei internationale Künstlerinnen bespielen erstmals institutionellen Räume in der Schweiz: Die Britin Ghislaine Leung mit ihrer Schau „Commitments“ sowie Nigerianerin Toyin Ojih Odutola mit ihrer Personale unter dem Titel „Ilé Oriaku“. Mit diesen beiden Ausstellungen läutet der frisch ernannte Direktor der Kunsthalle Mohamed Almusibli sein Programm ein.

Und da fast alles, was die Basler anpacken, mit Kennerschaft und Niveau realisiert wird, darf man sich auch das Cartoonmuseum Basel nicht bloß als simples Comic-Archiv vorstellen. Das Haus, dessen Geschichte bis in das Jahr 1980 zurückreicht, versteht sich als „Centrum für narrative Künste“. Es zeigt mit internationalem Anspruch Cartoons, Graphic Novels, Karikaturen, Reportagen und Trickfilme – kurzum, alle Formen von Zeichnungen, die Geschichten erzählen, aktuell etwa den US-amerikanischen Zeichner, Designer und Musiker Richard McGuire, Jahrgang 1957. Mit seiner 2014 erschienenen Graphic Novel „Hier“ hat er ein Kultbuch geschaffen, das die Entwicklung unseres Planeten an einem kleinen Ort durcheinanderwirbelt und aktuell von Regisseur Robert Zemeckis mit Tom Hanks und Robin Wright in den Hauptrollen verfilmt wird.

www.kunstmuseumbasel.ch

www.fondationbeyeler.ch

www.artbasel.com

www.tinguely.ch

www.hek.ch

www.kunsthausbaselland.ch

www.schaulager.org

www.design-museum.de

www.kunsthallebasel.ch

www.sam-basel.org

www.cartoonmuseum.ch



10.06.2024

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Die Kunsthalle Basel ist die älteste Kunsthalle der Schweiz

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in der Ausstellung „Toyin Ojih Odutola. Ilé Oriaku“

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Ernst Beyeler und Renzo Piano in der Fondation Beyeler bei der Eröffnung, 1997

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in der Ausstellung „Dance with Daemons“

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in der Ausstellung „Ghislaine Leung. Commitments“

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Dan Flavin, untitled (to Don Judd, colorist) 1-5, 1987

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Das 2010 eröffnete VitraHaus von Herzog & de Meuron

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Die Fondation Beyeler von Renzo Piano – eingebettet in einen Landschaftspark

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