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Elsner trifft in München auf Goltzius und Rubens

Slawomir Elsner, Aus der Serie „Just Watercolors“ (134), 2023

Mit einem Dialog zwischen Zeitgenossenschaft und grafischem Schaffen aus spätem Manierismus und Barock eröffnet die Staatliche Graphische Sammlung München heute ihre beiden neuen Ausstellungen, die sich zwanglos aufeinander beziehen und jeweils eigene Sichtweisen behaupten. In der Schau „Careers by Design“ geht es Kuratorin Nina Schleif um die Selbstvermarktung der Künstler Hendrick Goltzius und Peter Paul Rubens, die im aufblühenden Barock um 1600 die grafischen Künste nutzten, um das eigene Schaffen weiten Kreisen bekannt zu machen. Sperrige Skulpturen und fragile Gemälde waren für vielfältige Transaktionen wenig geeignet. Daher sollte die Druckgrafik zum perfekten Gesandten im kunstdiplomatischen Dienst der eigenen Sache werden. Aus dem reichen, erst jüngst wissenschaftlich vollständig bearbeiteten Münchner Bestand hat Schleif eine Auswahl von 140 Drucken unter thematischen Schwerpunkten wie der Rolle von Widmungen oder dem Vorbild Antike getroffen, um die künstlerischen Strategien sichtbar zu machen, die die Karrieren von Goltzius und Rubens beflügelten.

Dann wirft der Berliner Künstler Slawomir Elsner seinen Blick zurück in die Malerei des flämischen Barocks, dies jedoch aus einer heutigen, digital geprägten Sicht. Dafür hat er sich Rubens’ „Geißblattlaube“ ausgesucht. Das um 1609/10 entstandene und sehr privat anmutende Doppelportrait zeigt Isabella Brant und Peter Paul Rubens als einander zugewandtes Hochzeitpaar – eine selbstbewusste und demonstrative Behauptung einer idealen bürgerlichen Verbindung zwischen ebenbürtigen Partnern in einer vorbürgerlichen Gesellschaft. In einer Suite von 17 grafischen Paraphrasen – jeweils in der beeindruckenden Größe des Gemäldes von 178 auf 136,5 Zentimetern – wirft Elsner die Frage nach der Relevanz und der Bedeutung des Originals auf. Laut Kurator Michael Hering geht er in seinen zeichnerisch-analytischen Recherchen so weit, das „Motiv vor unseren Augen als Erinnerung zwischen Bild und Abbild immer wieder neu und anders zu evozieren und unser Wahrnehmungs- und Erinnerungsvermögen an Rubens’ Gemälde herauszufordern“.

Spielerisch zitiert Slawomir Elsner auf einzelnen Blättern historische Reproduktionstechniken und erschafft das Gemälde, die Qualitäten der jeweiligen Technik suggerierend, jedes Mal neu. Künstlerisch interessiert ihn das historische Bemühen, einzigartige Meisterwerke durch adäquate Formen der Reproduktion im Bildgedächtnis zu halten, immer in dem Bewusstsein, sich dem Original nur abstrahierend annähern zu können. Mit jeder Neuschöpfung stellt sich die Frage, was jenseits der Erinnerung an das Original der ästhetische Mehrwert der jeweiligen Paraphrase sein kann, welches neue sinnliche Erlebnis sich einstellt und ob Sehen und Erinnern nicht auch eine geistige Auseinandersetzung sind, bei der das Phänomen der Abstraktion in der Natur der Sache liegt. Letztlich laufen seine künstlerischen „Fallstudien“ darauf hinaus, uns im Zeitalter einer nie dagewesenen Bilderflut die Frage zu stellen, welche Kunstwerke in unserem persönlichen Bilderschatz bewahrt werden und auf unser Verständnis der Welt einwirken. Was beide Ausstellungen miteinander verbindet, ist die Auseinandersetzung mit der Wahl des künstlerischen Mediums und mit der manuellen und technischen Reproduzierbarkeit von Kunstwerken.

Die Ausstellungen „Careers by Design – Hendrick Goltzius & Peter Paul Rubens“ und „Case Studies on Rubens by Slawomir Elsner“ laufen vom 13. Juni bis zum 15. September. Die Pinakothek der Moderne hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt regulär 10 Euro, ermäßigt 7 Euro, am Sonntag 1 Euro. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist er kostenlos.

Pinakothek der Moderne
Barer Straße 40
D-80333 München
Telefon: +49 (0)89 – 23 805 360


13.06.2024

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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13.06.2024, Case Studies on Rubens. Slawomir Elsner

Veranstaltung vom:


13.06.2024, Careers by Design. Hendrick Goltzius & Peter Paul Rubens

Bei:


Staatliche Graphische Sammlung München

Bei:


Bayerische Staatsgemäldesammlungen

Kunstsparte:


Zeichnung

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Grafik

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Barock

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