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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Bei Koller steht die Schweizer Kunst an vorderster Front, aber auch die anderen Sparten können sich sehen lassen

Mit der Motorsäge gegen sich selbst



Cuno Amiet,  Bildnis Ferdinand Hodler vor seinem Marignano-Bild, 1898

Cuno Amiet, Bildnis Ferdinand Hodler vor seinem Marignano-Bild, 1898

Ferdinand Hodler und Cuno Amiet pflegten eine intensive Künstlerfreundschaft. Beide lernten sich 1893 an der Generalversammlung der Gesellschaft Schweizerischer Maler und Bildhauer in Bern kennen. Zwar schlug Amiet damals die Einladung Hodlers aus, zusammen in Genf eine Ateliergemeinschaft zu gründen, dennoch beeindruckte der fünfzehn Jahre ältere Hodler den jungen Künstler nachhaltig. Ein Zeugnis ihrer Verbundenheit entstand fünf Jahre später. Im Auftrag seines Sammlers und Mäzens Oscar Miller malte Cuno Amiet ein Portrait Hodlers bei der Arbeit an dessen Wandgemälde „Rückzug von Marignano“ für den Waffensaal des neu errichteten Landesmuseums in Zürich. Das in wenigen Sitzungen fertiggestellte Bildnis zeigt den bärtigen Künstler recht spontan noch mit der sichtbaren Quadratur der Leinwand vor den Beinen einiger Landsknechte. Kurze Zeit später übertrug Amiet diese Vorlage in eine akkuratere Fassung und händigte sie Miller noch 1898 aus. Doch der Sammler aus Biberist bat den Künstler wenige Jahre später um einen Tausch der Portraits und erhielt 1902 die erste, etwas lebendigere Version, die bisher nur zweimal den Besitzer gewechselt hat und nun marktfrisch bei Koller für 250.000 bis 400.000 Franken auf das Auktionspult steigt.


Der Vielmaler Cuno Amiet stellt mit siebzehn Werken die meisten Positionen in der Auktion „Schweizer Kunst“ am 21. Juni, darunter noch das frühe Kinderportrait „Pauli Gygax“ in einer frühlingshaften, gelb blühenden Löwenzahnwiese aus dem Jahr 1900 (Taxe 50.000 bis 70.000 SFR), den 1916 flott gemalten „Rosenstock“ in einem sommerlichen Garten (Taxe 70.000 bis 110.000 SFR), das koloristisch zwischen Rosa, Grün und Blau angesiedelte „Selbstbildnis vor Gartenbild“ aus dem Jahr 1919 (Taxe 50.000 bis 80.000 SFR), einen farbintensiven „Blumenstrauss“ von 1945 (Taxe 80.000 bis 120.000 SFR) oder die beiden fast in ein abstraktes Farbmeer aufgelösten Landschaften „Blick auf das Stockhorn mit Thunersee“ aus dem Jahr 1932 (Taxe 60.000 bis 80.000 SFR) und „Zürichsee und Zürichberg“ von 1943 (Taxe 18.000 bis 28.000 SFR). Da ist Ferdinand Hodler nicht weit, der sich gleichfalls nachdrücklich mit den Schweizer Bergen und Seen auseinandersetzte. Seine Ansicht des „Genfer Sees mit Jura“ um 1911 ist ein schönes Beispiel für seinen charakteristischen Parallelismus und führt mit einer Schätzung von 1,6 bis 2,4 Millionen Franken die Auktionswoche bei Koller an. Daneben listet der Katalog von Hodler noch die Ölstudie eines „Schwörenden“ zu seinem Gemälde „Einmütigkeit“ von 1913 (Taxe 100.000 bis 150.000 SFR) oder zum wiederholten Mal ein frontales Selbstbildnis mit fokussierendem Blick in Bleistift und Kohle, eine Vorzeichnung zu seiner Lithografie von 1916, für reduzierte 50.000 bis 80.000 Franken.

Schweizer Kunst

Die heimische Berg- und Seenwelt faszinierte noch weitere Schweizer Maler und Malerinnen. Den Anfang machen Jakob Christoph Miville mit genrehafter Einlage bei seinem biedermeierlichen „Schwingfest auf der Balisalp“ von 1822/24 (Taxe 20.000 bis 40.000 SFR) und François Diday mit seiner majestätischen Sicht auf „Le Mont-Blanc et l’Arve vus de Sallanches“ (Taxe 7.000 bis 9.000 SFR). Alexandre Calame nahm 1863 das schneebedeckte Wetterhorn mit rauschendem Wildbach bei bedrohlicher Wetterlage in den Blick (Taxe 30.000 bis 50.000 SFR), während Johann Gottfried Steffan um 1883 den ruhig liegenden Brienzersee zur Sommerszeit mit einsamem Fischerboot einfing (Taxe 5.000 bis 7.000 SFR) und Robert Zünd 1851 einen stillen „Abend am Vierwaldstättersee“ erlebte (Taxe 12.000 bis 18.000 SFR). Mehr als das Zehnfache verlangt Zünds spätsommerliches „Ährenfeld“ mit einer Ernteszene im Hintergrund und einer jungen Frau, die einen älteren Mann mit Hut auf einem Weg an der Hand führt (Taxe 150.000 bis 250.000 SFR). Ein weiterer Stammgast der Schweizer Kunst bei Koller ist der Realist Albert Anker, der diesmal ein unaufgeregtes „Mädchenbildnis“ im Profil für 250.000 bis 350.000 Franken oder die detailliert ausgeführte Kohlezeichnung „Ancien conseil d’administration de la Caisse d’Epargne Cerlier“ von 1881 für 25.000 bis 35.000 Franken beisteuert.

Über die charmante „Natura morta di limone, arance, mele e finocchio“ von Giovanni Segantini und Raphy Dallèves’ Aquarell eines verhärmten „Portrait d’une vieille valaisanne de profil“ von 1910 für jeweils 30.000 bis 50.000 Franken geht es wieder zur Kunst einer farbintensiven Moderne, in der Giovanni Giacometti mit einem „Autoritratto“ von 1923 (Taxe 40.000 bis 70.000 SFR), mit der impulsiven Landschaft „Silsersee mit Piz Salacina“ (Taxe 100.000 bis 150.000 SFR) und vor allem mit dem Portrait seiner nackten Tochter Ottilia auf sommerlicher Wiese von 1909 auf sich aufmerksam macht (Taxe 350.000 bis 500.000 SFR). Otto Morach ging um 1915 bei seiner leicht kubistisch aufgefassten „Hügellandschaft mit gelben Häusern“ (Taxe 25.000 bis 40.000 SFR)und seinen „Häusern in der Talsenke“ überlegter und konstruierter vor (Taxe 30.000 bis 40.000 SFR). Wie Segantini und Giacometti inspirierte das Oberengadin auch die Malerin Clara Porges, die um 1921 ein eindrucksvolles Panorama vom unteren Schafberg auf die Engadiner Seen entwickelte (Taxe 50.000 bis 80.000 SFR).

Mit den Bergen hatte Félix Vallotton nicht viel am Hut. Sein Interesse galt oft der weiblichen Figur und dem Stillleben, was der Katalog mit zahlreichen Beispielen belegt, darunter dem nachdenklichen „Torse à l’étoffe jaune“ von 1913 (Taxe 100.000 bis 150.000 SFR) und der halbnackten „Femme au lit“ von 1916 (Taxe 80.000 bis 120.000 SFR) sowie dem „Plat de fraises“ von 1921 (Taxe 120.000 bis 180.000 SFR) und den ebenfalls neusachlichen „Chrysanthèmes et bourriche de pommes“ von 1922 (Taxe 80.000 bis 120.000 SFR). Auch bei Augusto Giacometti und seinem rubinroten „Rhododendron“ von 1938 blüht es reichlich (Taxe 180.000 bis 250.000 SFR). Zwei markante Figurenbilder in Fingermalerei des Art Brut-Künstlers Louis Soutter erreichen noch die Sechsstelligkeit: „Allons à l’aventure“ von 1937/42 mit 150.000 bis 200.000 Franken und „Lutte avec le Démon“ von 1938/39 mit 200.000 bis 300.000 Franken. Bei diesen Werten kann eine jüngere Künstlergeneration nicht mithalten: Alois Carigiet kommt mit seinem „Monsten Dorfbild“ von 1970 auf 40.000 bis 60.000 Franken, Ferdinand Gehr mit seinen religiösen Abstraktionen wie der „Heiligen Familie“ von 1992 auf 10.000 bis 15.000 Franken.

Impressionismus und Moderne

Am 21. Juni steht bei Koller zudem die Kunst aus dem Impressionismus und der Moderne auf dem Programm. Einen ersten Höhepunkt bildet Henri Rousseau mit seinen kleinen naiven Portraitpendants „M. Steven“ und „Mme Steven“ aus dem Jahr 1887 (Taxe 70.000 bis 100.000 SFR). Ihm folgt Alfred Sisley mit der frühwinterlichen Landschaftsimpression „Tournant du Loing, lever du soleil en novembre“ von 1896 (Taxe 600.000 bis 800.000 SFR). In impressionistischer Unbeschwertheit fing Pierre Bonnard 1927 in „Matin bleu ou Petite rivière“ die Stimmung eines klaren Morgens am Ufer eines kleinen Flusses in der Normandie ein (Taxe 200.000 bis 300.000 SFR), während Albert Marquet den Pont Neuf in Paris um 1937 in einen Herbstnebel hüllte (Taxe 100.000 bis 150.000 SFR).

Die französische Suite setzen etwa noch Georges Braque mit seinem etwas schwammigen Stillleben „Huître et citron“ von 1958, auf dessen Rückseite sich eine spätkubistische „Femme à table“ von 1925 tummelt (Taxe 200.000 bis 300.000 SFR), Maurice Utrillo mit seinen beiden beschaulichen Dorfveduten „L’église de Verderonne“ von 1927 und „L’église Saint-Laurent à Nogent-le-Rotrou“ von 1928 (Taxe je 60.000 bis 80.000 SFR), Bernard Buffet mit seiner komplett menschenleeren „Rue de village“ von 1996 (Taxe 70.000 bis 90.000 SFR) oder Le Corbusier mit seiner formaufgelösten „Nature morte à la lanterne“ fort. Die titelgebende Laterne hat der Maler 1940 zu einer flächig-geometrischen Struktur mit schwarzen Linien umgestaltet und ihr die amorphe, als Volumen ausgearbeitete Form eines Kaktus spannungsvoll gegenübergestellt (Taxe 90.000 bis 120.000 SFR).

Auch Künstlerinnen des frühen 20. Jahrhunderts reden ein Wörtchen mit, so Paula Modersohn-Becker, die in ihrer „Landschaft mit drei Birkenstämmen“ von 1901 eine ungeschönte Darstellung der Gegend um Worpswede gibt (Taxe 40.000 bis 70.000 SFR). Dazu gesellen sich Gabriele Münter mit ihrem „Haus am See mit blauen Bergen“ aus der Gegend um Murnau und den Staffelsee von 1933/35 (Taxe 120.000 bis 200.000 SFR) und eine märchenhafte, herbstliche „Romantische Landschaft mit Reitern“ und Burgen ihrer Kollegin Marianne von Werefkin um 1915 (Taxe 100.000 bis 150.000 SFR). Der deutsche Expressionismus kommt weiterhin mit mehreren Aquarellen Emil Noldes, etwa der violett getränkten „Abendlandschaft am Ruttebüller See“ um 1925 (Taxe 80.000 bis 120.000 SFR), und Hermann Max Pechsteins hellem „Sommerabend in den Dünen“ der Kurischen Nehrung von 1939 zu seinem Recht (Taxe 120.000 bis 180.000 SFR). Für den Kubo-Futurismus steht der ukrainische Künstler Alexander Bogomazow, der 1913 einen „Blick aus dem Fenster“ in ein Erlebnis von Licht, Farben und Formen verwandelte (Taxe 60.000 bis 90.000 SFR).

Der Katalog ist zwar nicht übermäßig, aber doch in ansprechender Qualität mit Werken der Bildhauerei bestückt. Germaine Richier, die nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs mit ihrem Schweizer Ehemann nach Zürich emigriert war und von 1943 bis 1945 an der Gewerbeschule in Winterthur unterrichtete, schuf 1944 die weibliche Büste „Sava Alexandra“, in der sich die Transformation zum Spätwerk mit den überlangen Proportionen bereits ankündigt. Demgegenüber setzt Baltasar Lobo auf gerundete, voluminöse Formen, wie bei seinem liegenden Bronzeakt „La source“ von 1982 (Taxe je 50.000 bis 80.000 SFR). Aus der starken britischen Bildhauertradition sind Henry Moore mit seiner „Maquette for Reclining Mother and Child“, einem mittelbraunen Bronzekleinod aus dem Jahr 1974, und Barbara Hepworth mit ihren auf Hochglanz polierten geometrischen Bronzekuben „Three forms (Extra eye)“ von 1969 nach Zürich gekommen (Taxe je 60.000 bis 80.000 SFR).

PostWar & Contemporary

Großformatige Werke, wie Manolo Valdés’ mit Jute collagierter und aufgerissener Kopf „Dorothy IX“ von 2003 für 180.000 bis 300.000 Franken oder Katharina Grosses pink-rote Farbsymphonie aus dem Jahr 2000 für 180.000 bis 250.000 Franken, sind Solitäre in der Versteigerung „PostWar & Contemporary“ am 20. Juni. Dahinter versammeln sich mehrere Vertreter nach Nachkriegsabstraktion, darunter Mark Tobey mit seiner kleinteiligen, titellosen Gesteinsformation von 1957 (Taxe 25.000 bis 35.000 SFR), Victor Vasarely mit seiner augentäuschenden Op-Art-Komposition „Kezdi-RSZ“ von 1966/74 (Taxe 90.000 bis 140.000 SFR) oder Jesús Rafael Soto mit seinem vibrierenden Relief „Trois cercles noirs“ von 1996 (Taxe 60.000 bis 90.000 SFR). Eigentlich gilt Jim Dine als ein Mitstreiter der Pop Art. Doch seiner scharlachroten gekrümmten Linie auf silbrig-blauem Grund mit dem Titel „A.R. at OBERLIN #1 (Banging the Orange)“ von 1966 sieht man das nicht an; sie könnte vielmehr als eine Arbeit des Abstrakten Expressionismus durchgehen (Taxe 50.000 bis 80.000 SFR). Dagegen ist die freundlich lächelnde nackte „Goldie“, die seit 2010 auf einem überdimensionierten Goldbarren hockt, ein charakteristisches Werk von Mel Ramos (Taxe 80.000 bis 120.000 SFR).

Doch die Ungegenständlichkeit überwiegt im Katalog. So spielt der Däne Richard Mortensen in seinem Ölgemälde „Ajaccio“ von 1959 frei mit Formen in einem spontan-expressiven Charakter und lässt lebendiges Orange auf Blautöne mit etwas Rot treffen (Taxe 30.000 bis 50.000 SFR). John Armleder greift bei „Touch“ von 2016 in minimalistischer Manier auf Punkte zurück und verteilt sie locker auf einem monochrom silbrigen Hintergrund (Taxe 40.000 bis 50.000 SFR), ebenso Sylvie Fleury bei ihrer Op-Art-Komposition „Color Lab – Study with dots“ von 2012 in tiefenräumlicher Illusion (Taxe 25.000 bis 35.000 SFR). Auch die Skulptur geriert sich abstrakt, etwa George Rickeys titellose kinetische, überraschend bunte Konstruktion von 2000 (Taxe 16.000 bis 22.000 SFR), Bernar Venets schwarze Kombination mehrerer Kreissegmente unter dem Titel „225.5° ARC x 5“ (Taxe 50.000 bis 70.000 SFR) oder Louise Nevelsons ebenfalls schwarz bemalte, teils ornamentale Holzformung „Sky Gate VII“ von 1973 (Taxe 20.000 bis 30.000 SFR): Lediglich bei Hans Josephsohn und seinem schrundigen expressiven Messingrelief von 1959 schimmert der Mensch als verletzliche und vergängliche Existenz noch hervor (Taxe 18.000 bis 28.000 SFR).

Grafik & Multiples

Die Abteilung „Grafik & Multiples“, die Koller ebenfalls am 20. Juni verhandelt, startet mit Arbeiten Pablo Picassos, dessen Schaffen sich von der frühkubistischen Kaltnadelradierung „Nature morte, compotier“ von 1909 (Taxe 10.000 bis 15.000 SFR) bis zu späten Keramiken wie dem Krug „La source“ von 1954 oder der Vase „Hibou“ von 1969 hinzieht (Taxe je 8.000 bis 12.000 SFR). 1959 war für Picasso ein Jahr der Beschäftigung mit dem Linolschnitt; damals entstanden die mythologisch-erotische Szene „Bacchanale“ (Taxe 12.000 bis 18.000 SFR), der wiederum linienbetonte martialische Stierkampf „Pique“ (Taxe 45.000 bis 55.000 SFR) und das ebenfalls der Stierkampfwelt entnommene Duo „Picador et Torero“ (Taxe 18.000 bis 26.000 SFR). Bei den Klassikern der Moderne ragen noch Otto Muellers Akt-Lithografie „Zwei Mädchen mit Handspiegel“ um 1919 (Taxe 8.000 bis 12.000 SFR), Maurits Cornelis Eschers Gans-Fisch-Metamorphose „Sky and water I“ von 1938 (Taxe 18.000 bis 28.000 SFR) oder Salvador Dalís surrealistisches Portfolio „Flordali“ von 1968 heraus (Taxe 8.000 bis 14.000 SFR).

Die Bezüge, die Richard Hamilton 1973 bei seiner Aquatinta- und Kaltnadelradierung „Picasso’s meninas“ aufnahm, sind vielfältig: Diego Velázquez und Pablo Picasso, aber auch die eigene Person sind die auffälligsten, womit Hamilton seiner Bewunderung für die Errungenschaften des Jahrhundertmalers Ausdruck verlieh (Taxe 10.000 bis 15.000 SFR). Die Spielarten in der Grafik seit 1950 sind vielgestaltig. Es gibt Minimalistisches mit Sol LeWitts drei farbenfrohen Bahnen „Irregular Straight Bands in Two Directions, Irregular Bands of Arcs, and Irregular Wavy Bands in All Directions“ aus dem Jahr 1997 (Taxe 8.000 bis 14.000 SFR), Hiroshi Sugimotos 43teilige Offsetfolge „Time Exposed“ von 1991 mit konzeptuell verstandenen Meeres- und Himmelsbildern (Taxe 10.000 bis 16.000 SFR) oder die in einem aufwendigen Verfahren hergestellte Radierung „T.E. Siegen“ des vor kurzem verstorbenen Richard Serra mit vier haptischen Ringen in Schwarz aus dem Jahr 1999 (Taxe 18.000 bis 28.000 SFR). Andy Warhol beteiligt sich mit einem Farbsiebdruck aus seiner bekannten „Goethe“-Serie von 1982 (Taxe 60.000 bis 90.000 SFR), Banksy mit seinem „Flower Thrower Triptych (grey)“ von 2019, auf dem ein vermummter Demonstrant statt eines Molotowcocktails einen Blumenstrauß wirft (Taxe 100.000 bis 180.000 SFR), und Roman Signer nimmt sich humorvoll selbst aufs Korn, wenn er 2018 mit einer Elektrokettensäge durch eine Holzkiste mit seinem Werkverzeichnis fährt (Taxe 6.000 bis 9.000 SFR).

Die Auktionsrunde beginnt am 20. Juni um 10 Uhr mit den „Grafik & Multiples“, um 14 Uhr mit der Abteilung „PostWar & Contemporary“. Am 21. Juni folgt um 14 Uhr die „Schweizer Kunst“, um 17 Uhr „Impressionismus & Moderne“. Der Katalog ist im Internet unter www.kollerauktionen.ch abrufbar.

Kontakt:

Koller Auktionen

Hardturmstrasse 102

CH-8031 Zürich

Telefon:+41 (044) 445 63 63

Telefax:+41 (044) 273 19 66

E-Mail: office@kollerauktionen.ch

Startseite: www.kollerauktionen.com



19.06.2024

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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(eigentlich Charles Édouard Jeanneret) Le Corbusier, Le Corbusier, Nature morte à la lanterne, 1940

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