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20 Jahre PEAC Museum Freiburg: Mit der Verleihung des Paul Ege Kunstpreises an die französische Künstlerin Kelly Tissot läutet das Museum jetzt den zweiten Akt seiner Jubiläumsausstellung „Zwischen weißen Wänden“ ein

Farbmalerei reloaded



in der Ausstellung „Zwischen weißen Wänden. 20 Jahre PEAC Museum“

in der Ausstellung „Zwischen weißen Wänden. 20 Jahre PEAC Museum“

Zugegeben, in bester Freiburger Innenstadtlage befindet sich das PEAC Museum nicht gerade. Aber dennoch lohnt ein Besuch in dieser sogar bei freiem Eintritt zugänglichen Privatsammlung mit dem Schwerpunkt auf abstrakter Farbmalerei. Sie befindet sich in einem Gewerbegebiet im Norden der Schwarzwaldmetropole. Und das hat einen ganz einfachen Grund: Denn Gründer und Motor der Sammlung war der Unternehmer, Kunstsammler und Mäzen Paul Ege (1936-2019). Ege war über fünf Jahrzehnte lang Gesellschafter der Alexander-Bürkle-Gruppe, einem auf Elektrotechnik spezialisierten Unternehmen, das auf eine mehr als 100jährige Geschichte zurückblicken kann. Gemeinsam mit seiner Frau hatte er bereits in den 1960er Jahren mit dem Aufbau seiner Sammlung begonnen. Grafik des Expressionismus stand zwar am Anfang der Sammeltätigkeit. Doch schon bald schälte sich ein spezielleres Interesse heraus, das sich immer stärker auf Farbfeldmalerei, Minimal Art und Radical Painting fokussierte. Subtile Farbadditionen, Transparenz, Leuchtkraft und das Objekthafte vieler Arbeiten erschließen sich oft erst beim genauen Hinschauen. Der Akt des Sehens war deshalb für den Sammler von Anfang an zentral.


Dieser Linie blieb Paul Ege bis zu seinem Lebensende verpflichtet, so dass seine Sammlung im Bereich der Farbmalerei heute als eine der europaweit größten und wichtigsten angesehen werden kann. Nachdem die stetig wachsende Kollektion längst den Rahmen der privaten Räume gesprengt hatte, entschloss sich Ege anlässlich eines Umbaus der Firmenzentrale dazu, eine im ersten Obergeschoss gelegene, rund 1.000 Quadratmeter große Fläche am Rande des Firmengeländes zu einem Ausstellungsort zu transformieren, der alle Kriterien eines professionellen Museumsbetriebs erfüllt. Eröffnet wurde dieser im Jahr 2004. Zunächst als „Kunstraum Alexander Bürkle“ bekannt, firmiert die hinter einer gewellten Metallfassade befindliche Sammlung seit 2019 als PEAC Museum. Die Buchstabenfolge steht dabei für die Paul Ege Art Collection.

Seit Mitte Februar feiert das Haus nun sein zwanzigjähriges Bestehen. Unter dem Titel „Zwischen weißen Wänden“ haben Lea Altner und Eveline Weber, die das Museum seit Februar 2023 als Doppelspitze leiten, rund 60 Werke aus der Sammlung ausgewählt, die sie jetzt in der aus neun Sälen bestehenden, angenehm zurückhaltenden White-Cube-Architektur präsentieren. Dialoge, aber auch Dissonanzen zwischen Alt und Neu sind hier Programm. Für das Museum wegweisende und identitätsstiftende Werke haben die Leiterin zusammengestellt, aber auch Neuerwerbungen, die bisher noch nicht zu sehen waren. Da treffen dann Werke von so etablierten männlichen Künstlern wie Donald Judd, Imi Knoebel, Reiner Ruthenbeck oder Günter Umberg auf frische Arbeiten viel jüngerer, weiblicher Protagonistinnen wie Franziska Reinbothe, Jahrgang 1980, oder der Inderin Astha Butail, Jahrgang 1977. Noch ein paar Jahre jünger ist die 1986 geborene Zora Kreuzer, die mit ihrer farbigen Leuchtstoffröhrenarbeit „Rhythm is a Dancer“ erstmals in der Geschichte des PEAC Museums auch die Fassade zum Schwingen bringt.

Am 7. Juni wurde jetzt das zweite Kapitel der großen Jubiläumsschau aufgeschlagen. Ergänzt worden ist die Schau um eine Ausstellung der Preisträgerin des alle drei Jahre ausgelobten Paul Ege Kunstpreises. In diesem Jahr erhält den mit 10.000 Euro dotierten Kunstpreis die 1995 in Frankreich geborene Kelly Tissot. Der Förderpreis richtet sich an junge Künstler*innen bis zu 35 Jahren. Kelly Tissot studierte zunächst an der École Cantonale d’Art in Lausanne und machte 2020 ihren Master an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel, wo sie auch lebt und arbeitet.

Die international besetzte Jury lobte Kelly Tissots virtuosen Umgang mit unterschiedlichen analogen fotografischen Techniken. Ihre auf verschiedene Bildträger aufgezogenen, großformatigen Fotografien kombiniert die Künstlerin mit skulpturalen Raumkörpern. Zu sehen sind Spuren der Landflucht und der Deindustrialisierung in ihrer französischen Heimat im Département Haute-Savoie: Ansichten von aufgegeben Werkstätten und Ställen, traurig dreinblickende Mischlingshunde, ausgediente Landmaschinen und andere Überbleibsel einst besserer Zeiten. „Ich sammle die Narben und Stigmata dieser Landschaft“, so Tissot 2023 gegenüber der Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“.

Die Ausstellung „Paul Ege Kunstpreis 2024. Kelly Tissot“ als zweiter Akt der Schau „Zwischen weißen Wänden. 20 Jahre PEAC Museum“ läuft bis zum 21. Juli. Das PEAC Museum hat täglich außer montags und samstags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist gratis.

Kontakt:

PEAC Paul Ege Art Collection

Robert-Bunsen-Straße 5

DE-79108 Freiburg im Breisgau

Telefon:+49 (0761) 510 66 00

Telefax:+49 (0761) 510 66 09



20.06.2024

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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PEAC Paul Ege Art Collection

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Stilrichtung:


Farbfeldmalerei

Stilrichtung:


Abstrakte Kunst

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Kelly Tissot, Polka (I-VI), 2021
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Kelly Tissot, Reservoir of homesickness/Cousins, 2023
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Eveline Weber und Lea
 Altner leiten die Paul Ege Art Collection in Freiburg im Breisgau
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Variabilder:

Joachim Bandau, Silbernes Monstrum, 1970/71
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Kelly Tissot, Polka (I-VI), 2021

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Kelly Tissot, Reservoir of homesickness/Cousins, 2023

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Eveline Weber und Lea Altner leiten die Paul Ege Art Collection in Freiburg im Breisgau

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Joachim Bandau, Silbernes Monstrum, 1970/71

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Astha Butail, Twin Sisters, Night and Dawn (Usha and Ratri), 2022

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Judith Kakon, Untitled (Learn to Lay Brick) IV, 2017

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Brigitte Kowanz, Delight, 2008

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Kelly Tissot, The act of living / P.’s ill famed-paradise (I-III), 2023

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Zora Kreuzer, Rhythm is a Dancer, 2024

Zora Kreuzer, Rhythm is a Dancer, 2024

Zora Kreuzer, Rhythm is a Dancer, 2024

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in der Ausstellung „Zwischen weißen Wänden. 20 Jahre PEAC Museum“

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