Kasper Königs Sammlung wird versteigert  |  | Kasper König in seiner Wohnung umgeben von seiner Sammlung | |
Das Kölner Auktionshaus Van Ham versteigert zum Auftakt der diesjährigen Herbstsaison die Privatsammlung von Kasper König. Der renommierte deutsche Kurator und Museumsleiter trennt sich am 1. Oktober von 60 Hauptwerken seiner Sammlung in einem Evening Sale; am 2. Oktober stehen 200 weitere Werke als Day Sale zum Verkauf. Preisgünstige Arbeiten werden zudem in einer Online-Auktion angeboten. Die Vorbesichtigung ist vom 27. bis zum 30. September möglich und wird von König selbst und Renate Goldmann, Direktorin von Van Ham Art Estate, kuratiert.
Kasper König hat seine über 400 Werke umfassende Sammlung über mehrere Jahrzehnte aufgebaut, im Gegensatz zu klassischen Sammlungen aber keine stringente Programmatik verfolgt. Sie beinhaltet Werke der Nachkriegsepoche bis zur Zeitgenössischen Kunst, verschiedene Medien und zahlreiche konzeptuelle Arbeiten. Durch seine internationale Tätigkeit pflegte König Freundschaften zu vielen Künstler*innen, die ihm Stücke schenkten. Dazu gehören Werke von Richard Artschwager, Thomas Bayrle, William Nelson Copley, Hanne Darboven und anderen. Besondere Bedeutung haben die Arbeiten von On Kawara, der ein direkter Nachbar und enger Freund Königs war. Sein konzeptuelles Day Painting „MAY 7, 1967“ in weißer Schrift auf rotem Grund mit beiliegender Zeitung „The New York Times“ von Sonntag, 7. Mai 1967, soll als Höhepunkt der König Collection 500.000 bis 700.000 Euro einspielen. Sigmar Polke gibt mit seiner ironischen Schriftarbeit „Meisterwerk als Ramsch versteigert“ für 30.000 bis 50.000 Euro den treffenden Kommentar zur Aktion ab. |