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Landschaft an der Nidda, 1898 / Hans Thoma

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Dresden würdigt Moderne Frauen

Julie Wolfthorn, Waldhexe, um 1898

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) ergänzen die Dauerausstellung des Albertinums um zwanzig Werke von Künstlerinnen aus der Zeit um 1900. Dabei handelt es sich um Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und Grafiken, die im Zuge von aktuellen Forschungen in den eigenen Beständen „(wieder-)entdeckt“ wurden, wie es in der Mitteilung zur Ausstellung heißt. Das Albertinum setzt nun die Werke von elf Frauen in Szene, die vor allem in Dresden, Leipzig oder Berlin tätig waren und verschiedene Kunstströmungen repräsentieren, insbesondere den Jugendstil und den Symbolismus. Die Malerin Julie Wolfthorn griff mit ihrer „Waldhexe“ etwa das Mythisch-Romantische der Epoche auf, Emilie Mediz-Pelikan schuf märchenhafte, stille Landschaften und die Künstlerin Hildegard von Mach verwendete tradierte Bildmotive und entwarf Plakate von großer Eindringlichkeit. Das Dekorative dieser Zeit äußert sich in verspielten Werken, wie Mathilde Ades Illustration „Eine moderne Küche“, während Gemälde wie das „Selbstbildnis als stehender Akt“ von Paula Modersohn-Becker sinnliche Körper- und Weiblichkeit zelebrieren. Gezeigt werden zudem Arbeiten von Jenny von Bary-Doussin, Marianne Fiedler, Julie Genthe, Marie Gey-Heinze, Cornelia Paczka-Wagner und Lilli Wislicenus-Finzelberg.

Die Zeit der Jahrhundertwende war von politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Um- und Aufbrüchen geprägt. Die „Modernen Frauen“, wie sich einige der Künstlerinnen bereits damals bezeichneten, wandten sich von althergebrachten Konventionen ab und beteiligten sich an Emanzipations- und Lebensreformbewegungen. Viele Künstlerinnen wünschten sich, gleichberechtigt an Akademien studieren zu können und in Ausstellungen repräsentiert zu sein. Sie trafen allerdings noch auf viele Vorurteile und Hürden, die ihre Ausbildung und Teilhabe am Kunstmarkt ebenso sehr beeinflussten wie ihre öffentliche Wahrnehmung und Anerkennung. Dennoch verschafften sie sich zunehmend Gehör und begannen sich im männlich dominierten Kunstbetrieb zu etablieren, indem sie sich sowohl privat als auch in Vereinen engagierten und vernetzten. Die neue Sammlungspräsentation des Albertinum wird durch Leihgaben der US-amerikanischen Jack Daulton Collection, des Kupferstich-Kabinetts der SKD und aus anonymen Privatbesitz ergänzt. Den Künstlerinnen werden außerdem Werke von männlichen und oft bekannteren Zeitgenossen wie Arnold Böcklin, Otto Greiner, Max Klinger und Oskar Zwintscher gegenübergestellt.

Die Ausstellung „Moderne Frauen / Women’s Art Rising. Künstlerinnen des Fin de Siècle“ ist bis zum 9. März 2025 zu sehen. Das Albertinum hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Besuch der Dauerausstellung, einschließlich der Sonderausstellung „Caspar David Friedrich. Wo alles begann“, kostet 12 Euro, ermäßigt 9 Euro.

Albertinum
Tzschirnerplatz 2
D-01067 Dresden
Telefon: +49 (0)351 – 49 14 2000


13.11.2024

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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12.11.2024, Moderne Frauen / Women’s Art Rising - Künstlerinnen des Fin de Siècle

Bei:


Staatliche Kunstsammlungen Dresden

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