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Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel

Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Düsseldorf schwelgt im Rausch der Farben

„Farbrausch. Werke aus der Sammlung Kemp“ lautet der Titel einer konzentrierten Schau im Düsseldorfer Museum Kunst Palast. Dazu haben die Kuratorinnen Felicity Korn und Anna Grosche 80 Arbeiten von 34 Künstlern ausgewählt, die, abgesehen von wenigen Ausnahmen, alle aus der Sammlung von Willi Kemp stammen. Maßgebliches und verbindendes Element bei nahezu allen Kunstwerken ist die Betonung des Kolorits. Das Museum Kunst Palast gehört deutschlandweit zu den Instituten, die den größten Korpus an Kunstwerken aus den 1950er und 1960er Jahren besitzen. Dies verdankt das Haus dem Düsseldorfer Steuerberater Willi Kemp (1927-2020). Er trug eine über 3.000 Werke umfassende Kollektion von Farbfeldmalerei zusammen, die ihren Schwerpunkt in jenen Jahren hat, und vermachte sie 2011 dem Düsseldorfer Museum.

Nach ersten Einschlägen jener Strömung in Europa zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelang der Farbfeldmalerei im New York der 1940er Jahre der Durchbruch. Zu einer Zeit großer politischer und kultureller Veränderungen erkundeten viele Künstler*innen neue Ansätze abstrakter Malerei mit einer stark reduzierten Bildsprache in Relation von klaren Formen und kräftigem Kolorit auf überwiegend großformatigen Leinwänden. Mehrere Stränge sind zu beobachten. Maler wie Winfred Gaul oder Kenneth Noland rückten die formalen Eigenschaften der Werke selbst ins Blickfeld, wobei Struktur, Komposition und Technik sowie die Farbe als eigenständige Gestaltungsmittel im Fokus stehen. Das Erleben der Betrachtenden und deren Reaktion auf Farben und Formen nahmen Maler*innen ins Visier, die sich an Wahrnehmungstheorien orientierten wie etwa Josef Albers, Rupprecht Geiger oder Yves Klein.

Eine andere Gruppe wiederum ließ die traditionell rechteckige Leinwand hinter sich, darunter Ellsworth Kelly oder Frank Stella, um Farbe nicht durch das Format einzuschränken. In geformten Leinwänden, in „shaped canvases“, führten sie das Zusammenspiel mit der Bildkomposition zur vollen Entfaltung. Damit bewegen sie sich an der Grenze zur Skulptur. Eine weitere Richtung wagte Experimente ins Dreidimensionale als Ergebnis von Überlegungen, wie sich Farbflächen in Skulpturen und Installationen verwandeln. Imi Knoebel, der mit der Wahrnehmung von Flächen und Räumen spielt, oder ebenso Fritz Klingbeil untersuchen in ihren Arbeiten, in welcher Weise die äußere Welt auf die innere einwirkt und umgekehrt. Ihre Arbeiten bilden den stimulierenden Abschluss eines tiefsinnigen Parcours durch die Sammlung Kemp.

Die Ausstellung „Farbrausch. Werke aus der Sammlung Kemp“ ist bis zum 30. März 2025 zu besichtigen. Das Museum Kunst Palast hat dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr geöffnet. An Heiligabend, 1. Weihnachtstag und Silvester ist geschlossen. Der Eintritt beträgt 16 Euro, ermäßigt 12 Euro. Personen unter 18 Jahren haben freien Zugang. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der im Museum 29,80 Euro kostet.

Museum Kunst Palast
Ehrenhof 4-5
D-40479 Düsseldorf
Telefon: +49 (0)211 – 566 42 100


29.11.2024

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Veranstaltung vom:


27.11.2024, Farbrausch. Werke aus der Sammlung Kemp

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Museum Kunst Palast

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Abstrakte Kunst

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Analytische Malerei

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