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Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel

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Landschaft an der Nidda, 1898 / Hans Thoma

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Jahresumsatz: Christie’s kommt mit einem blauen Auge davon

Christie’s hat das teuerste Kunstwerk des Jahres versteigert: René Magrittes „L’empire des lumieres“ von 1954

Dem Auktionsriesen Christie’s ist es 2024 nicht ganz so schlecht ergangen, wie noch in der ersten Jahreshälfte angenommen. Im laufenden Kalenderjahr verzeichnet der Traditionsversteigerer lediglich einen Umsatzrückgang von 6 Prozent, „trotz schwieriger Rahmenbedingungen“, wie Guillaume Cerutti, der Chef von Christie’s, es formulierte. Insgesamt erzielte das Unternehmen in diesem Jahr bei Präsens-, Online- und Privatverkäufen von Kunst und Luxusgütern einen Nettoerlös von 5,7 Milliarden US-Dollar, was unter dem Vorjahresergebnis von 6,1 Milliarden US-Dollar liegt. Cerutti hielt bei der Pressekonferenz auch nicht hinterm Berg, dass man in diesem Jahr nach wie vor nicht zu dem einstigen Rekordumsatz aus dem Jahr 2022 von 8,4 Milliarden US-Dollar zurückgefunden habe. Es sei ein „Jahr mit zwei Hälften“ gewesen, so Cerutti. Während die geopolitischen Instabilitäten die Märkte insgesamt belasteten, trug dennoch eine überraschend „starke Herbstsaison“ dazu bei, „die Dinge zu wenden“. Allein in der zweiten Jahreshälfte kam Christie’s zu einem Umsatz von 3,6 Milliarden US-Dollar beziehungsweise zu 63 Prozent der gesamten Erlöse, verglichen mit 2,1 Milliarden US-Dollar in der ersten Jahreshälfte 2024, was damals einem Rückgang von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach.

Stolz ist man bei Christie’s auf das teuerste Auktionslos des Jahres: René Magrittes „L’empire des lumieres“ von 1954. Die surrealistische Tag-Nacht-Landschaft aus der Sammlung von Mica Ertegun wurde im November in New York für 105 Millionen US-Dollar netto, inklusive Aufgeld für 121,2 Millionen US-Dollar versteigert und stellte damit einen neuen Rekord für den Surrealisten auf. „L’empire des lumieres“ war das einzige neunstellige Los in diesem Jahr, wohingegen 2022 noch sechs Werke für 100 Millionen US-Dollar oder mehr bei Christie’s über den Ladentisch gingen. Ein weiterer Trend, der sich in den Ergebnissen widerspiegelt, ist das Wachstum der Privatverkäufe, während die öffentlichen Auktionen eher verhalten abliefen. Wie Cerutti es ausdrückte, „löst die Ungewissheit bei unseren Kunden das Bedürfnis nach Beruhigung aus“. Während das Geschäftsvolumen auf Auktionen im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent zurückging, erzielten die Verkäufe abseits der Öffentlichkeit 1,5 Milliarden US-Dollar, was einen Anstieg um 41 Prozent gegenüber 2023 bedeutet. Dies ist die zweithöchste Summe, die Christie’s je bei privaten Verkäufen erzielt hat, nach den 1,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021.


18.12.2024

Quelle: Kunstmark.com/Maximilian Nalbach

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