Vasari-Korridor in Florenz wieder geöffnet  |  | Der Vasari-Korridor läuft von den Uffizien am Ufer des Arno entlang über den Ponte Vecchio bis zum Palazzo Pitti | |
Der Vasari-Korridor ist ab morgen wieder für Besucher*innen der Uffizien in Florenz zugänglich. Der überdachte Gang, der den Palazzo Vecchio mit dem Palazzo Pitti verbindet, war acht Jahre lang geschlossen und wurde umfassend restauriert. Grund waren Sanierungsarbeiten, um aktuellen Sicherheitsvorschriften zu entsprechen. So ist der Korridor jetzt auch für Menschen mit Behinderungen uneingeschränkt zugänglich und verfügt über ein System von Rampen, Plattformen und Aufzügen zur Überwindung aller Höhenunterschiede. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehörte der Einbau neuer Notausgänge. Die elf Millionen Euro teuren Arbeiten umfassten zudem die strukturelle Konsolidierung als Teil einer Erdbebenprävention und die Restaurierung der Innenräume, insbesondere der Stuckarbeiten, der Putzdecken und der Terrakottaböden.
Im Auftrag des Großherzogs Cosimo I. de’ Medici schuf der Maler und Architekt Giorgio Vasari 1565 den rund 750 Meter langen Korridor, um den Mitgliedern der Florentiner Herrscherfamilie einen sicheren Weg zwischen ihren beiden Residenzen, ihrem Verwaltungssitz im Palazzo Vecchio und ihrem privaten Wohnsitz im Palazzo Pitti, zu ermöglichen. Der Zugang liegt im ersten Stock der Uffizien; dann überquert der Corridoio Vasariano auf dem Ponte Vecchio den Arno, streift die Kirche Santa Felicita, öffnet sich zu ihrer Empore und endet in den Boboli-Gärten am Palazzo Pitti. Nach der Renovierung präsentiert sich der Gang in seiner ursprünglichen Schlichtheit, erlaubt mit seinen kleinen Fenstern aber spektakuläre Ausblicke auf Florenz und den Arno. Die Sammlung von Selbstporträts, die bis zur Schließung des Vasari-Korridors 2016 dort untergebracht war, wurde in die Museumsräume der Uffizien integriert. |