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Die Bienen schwärmen in Wiesbaden aus

Hans Thoma, Der Bienenfreund, 1863

Das Museum Wiesbaden widmet sich ab dem Wochenende umfassend der Biene in Kunst, Natur und Kultur und hat dafür zwei Ausstellungen organisiert. Laut Kurator und Museumsdirektor Andreas Henning sei die Schau „Honiggelb – Die Biene in der Kunst“ die erste, die mit hochkarätigen Kunstwerken umfassend die mehr als 500jährige Geschichte des Insekts von der Renaissance bis in die Gegenwart mit seinen überraschenden Geschichten, lehrreichen Erzählungen, philosophischen Ideen und verblüffenden Allegorien behandelt. „Nie zuvor war es möglich, die große Vielfalt ihrer Rollen so anschaulich zu erleben wie in der Wiesbadener Schau“, betont Henning. „Viele der Geschichten berühren auch heute, weil die Biene immer wieder Pate für die Verbildlichung allgemeinmenschlicher Gefühle und Ideale stand.“

Die Ausstellung vereint mehr als 140 Exponate, darunter Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Grafiken, Karikaturen, Kunsthandwerk, Medaillen und illustrierte Bücher und fächert die vielfältige Rolle der Biene in acht Kapiteln auf. Kunstwerke von Lucas Cranach d.Ä., Nicolas Poussin, Hans Thoma und Emile Gallé bis hin zu Joseph Beuys und Rebecca Horn erzählen Geschichten vom antiken Liebesgott Amor, der zum Honigdieb mutierte, oder die legendäre Speisung des Jupiterknaben mit Honig und verweisen auf die vielfältige Symbolik und Verwendung der Biene im Wandel der Epochen – von Friedens- und Zornesallegorien bis hin zu Fleiß, Geduld, Wehrhaftigkeit und Liebesschmerz, von ihrer Bedeutung im Christentum über kunsthandwerkliche Objekte des Barock bis hin zu ornamentalen Darstellungen im Jugendstil.

In der zweiten Präsentation „Honiggelb – Die Biene in der Natur und Kulturgeschichte“ führen die Naturhistorischen Sammlungen des Museums Wiesbaden durch fast 14.000 Jahre Menschheitsgeschichte. Die beiden Kuratoren Fritz Geller-Grimm und Andy Reymann behandeln Aspekte aus der Biologie und Kulturanthropologie und erforschen die Organisation der Bienenkolonie sowie das soziale Gehirn der Honigbiene. Ihre Ausstellung umfasst Objekte aus der Steinzeit bis ins Mittelalter und zeigt die Gewinnung der Produkte der Biene sowie die Traditionen und Gemeinschaften der Menschen, die mit der Biene in Verbindung stehen. Auch Archäologie und Ethnologie kommen zum Zug. Beispiele dafür sind die goldenen Bienen aus dem Grab des ersten Frankenkönigs oder Objekte mit der Wappenbiene Napoleons Bonaparte. Auch die Symbolik der Biene in modernen Kindermedien, das Urban Beekeeping oder die Gewinnung von Honig und Wachs werden thematisiert.

Die Ausstellung „Honiggelb – Die Biene in der Kunst“ läuft vom 7. März bis zum 22. Juni, „Honiggelb – Die Biene in der Natur und Kulturgeschichte“ bis zum 26. Februar 2026. Das Museum Wiesbaden hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr, am Donnerstag zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 9 Euro, für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist er kostenfrei.

Museum Wiesbaden
Friedrich-Ebert-Allee 2
D-65185 Wiesbaden
Telefon: +49 (0)611 – 335 2250


07.03.2025

Quelle: Kunstmarkt.com/Naum Park

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07.03.2025, Honiggelb - Die Biene in der Kunst. Von der Renaissance bis in die Gegenwart

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07.03.2025, Honiggelb - Die Biene in Natur und Kulturgeschichte

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Museum Wiesbaden

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Hans Thoma, Der Bienenfreund, 1863
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Philips Galle, Imkereiszene (Einfangen von Bienenschwärmen), 1578
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Hans Kellner, Doppelpokal in Form eines Bienenkorbs, 1603/09
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Hendrick de Keyser I
 zugeschrieben, Weinendes, von einer Biene gestochenes Kind, um 1615/20
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Majolikateller mit brennendem
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