Klocker Kunstpreis für Duo Knebl und Scheirl Der Klocker Kunstpreis geht in diesem Jahr an Jakob Lena Knebl und Ashley Hans Scheirl. Das Künstler*innenduo, das 2022 den österreichischen Pavillon bei der Biennale in Venedig mit der Arbeit „Invitation of the Soft Machine and Her Angry Body Parts“ gestaltete, erhält nun ein Preisgeld von 20.000 Euro. Die Klocker Stiftung aus Hall in Tirol sprach von einem visionären und gesellschaftlich relevanten Schaffen. Ausschlaggebend für die Preisvergabe war laut Jury ihre „offene, transdisziplinäre Kunstpraxis, in der Gattungsgrenzen durchlässig und bewusst erweitert werden“. Weiter heißt es in der Begründung: „Die beiden sprengen Grenzen: In ihrer Kunst verbinden sie Malerei, Design, Mode, Performance und Theorie zu einem kraftvollen Mix. Im Fokus: Identität, Begehren und Körper im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlicher Norm und Freiheit. Mit Humor, Sinnlichkeit und Tiefe hinterfragen sie Rollenbilder und gesellschaftliche Ordnungen.“
Der Kunstpreis der Klocker Stiftung, begründet von Emmy Klocker, wird seit 2014 alternierend als Hauptpreis und als Förderpreis vergeben. Eine Jury wählt Preisträgerinnen und Preisträger in den Bereichen Malerei und Skulptur aus, die die Grenzen dieser beiden Gattungen zeitgemäß erweitern und eine exemplarische Bedeutung für die Entwicklung der österreichischen Kunst haben. Das Gesamtbudget liegt bei 70.000 Euro und deckt neben dem Preisgeld auch die Ausstellung und den Ankauf eines Werkes ab. Die bisherigen Gewinner des Hauptpreises waren 2014 Lois Weinberger, 2016 Martha Jungwirth, 2018 Gottfried Bechtold, 2022 Ernst Caramelle und zuletzt 2023 Christine Ljubanovic. Die Preisträgerschau für Jakob Lena Knebl und Ashley Hans Scheirl wird am 3. Oktober im Klocker Museum in Hall in Tirol eröffnet. |