Galeristin Elena Buchmann gestorben  |  | Elena Buchmann-Sprenger | |
Die Schweizer Galeristin Elena Buchmann ist tot. Wie André Buchmann von der Berliner Buchmann Galerie in dieser Woche mitteilte, starb seine Mutter am 4. Juli nach langer und schwerer Krankheit im Alter von 78 Jahren in Lugano. „Wir werden Elena Buchmann als herzlichen Menschen mit einer stetigen Neugierde und Faszination für die Kunst in Erinnerung behalten“, so André Buchmann abschließend. Elena Buchmann war fünfzig Jahre engagiert als Galeristin tätig, hat wichtige Impulse in die zeitgenössische Kunstszene ausgesendet und verhalf Künstlern wie Lawrence Carroll, Tony Cragg und Wolfgang Laib zum internationalen Durchbruch.
1975 eröffnete sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Felix Buchmann eine erste Galerie in St. Gallen. 1983 zogen sie nach Basel und schlugen ihr Quartiert neben dem Kunstmuseum Basel | Gegenwart auf. 1998 ging es dann weiter nach Lugano, wo sie zwei unterschiedliche Galerieräume unterhielten. Auch nach Felix Buchmanns Tod im Jahr 2008 führte sie die Galerie fort und realisierte insgesamt über 300 Ausstellungen, etwa zu den Bewegungen der Transavanguardia oder der Jungen Wilden, bevorzugt auch zur Skulptur in Großbritannien und Einzelpräsentationen zu Véronique Arnold, Mario Merz, Dieter Roth, Emilio Vedova, Livio Bernasconi, Martin Disler, Gerda Steiner und Jörg Lenzlinger, Lawrence Weiner, Alex Dorici, Fiona Rae, William Tucker oder Clare Woods. Ihre letzte Ausstellung widmete Elena Buchmann dem 2023 verstorbenen italienischen Konzeptkünstler Alberto Garutti, der durch seine gesellschaftspolitischen Arbeiten im Öffentlichen Raum international bekannt wurde. Sie war bis Ende März in Lugano zu sehen. |