Manifesta 17 in Coimbra  |  | Die portugiesische Stadt Coimbra beherbergt die Manifesta im Jahr 2028 | |
Die Manifesta 2028 wird in Coimbra ausgerichtet. Nach der Ausgabe 2026 im Ruhrgebiet zieht die 17. europäische Wanderbiennale damit nach Portugal. Die portugiesische Kulturministerin Margarida Balseiro Lopes gab heute offiziell das Gastgeberland bekannt. „Die Manifesta tritt mit der Partnerschaft mit der Biennale Anozero in Coimbra in eine neue Phase der interkulturellen Zusammenarbeit innerhalb der europäischen Kunst- und Architekturszene ein“, so Hedwig Fijen, Direktorin der Manifesta. „Diese bemerkenswerte Initiative unter der Leitung von Carlos Antunes und Désirée Pedro spiegelt das gemeinsame Engagement für eine Zusammenarbeit über Institutionen und Kontexte hinweg wider. Wir begrüßen ihre Vision von ganzem Herzen und glauben, dass solche Kooperationspraktiken zwischen Institutionen, Gemeinschaften, Kollektiven und Künstler*innen nicht nur unerlässlich sind, sondern auch die Zukunft der Kunstwelt darstellen könnten.“
Die Manifesta findet alle zwei Jahre in einer europäischen Stadt oder Region statt, erstmalig nun in Portugal, und gibt Raum für die Präsentation von lokalen kulturellen, städtischen und ökologischen Kontexten. Mit Coimbra und ihren fast 150.000 Einwohner*innen wird nun die frühere Hauptstadt Portugals Austragungsstätte der Kunstbiennale. Der Ort, der zwischen Lissabon und Porto liegt, zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und 2003 europäische Kulturhauptstadt war, hat eine traditionsreiche Universität: die 1290 gegründete Hochschule gehört zu den ältesten Europas und wird auch eine Akteurin der Manifesta 2028 sein. Getragen wird die Veranstaltung zudem noch durch die Stadt und die Ministerien für Kultur sowie Tourismus. Der formelle Akt der Vertragsunterzeichnung mit allen wichtigen Partnern ist für September 2025 in Coimbra angesetzt. |