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Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel

Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Landschaft an der Nidda, 1898 / Hans Thoma

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Slevogt und Cassirer in Mainz

Max Slevogt, Der gestiefelte Kater, um 1920

Max Slevogt gilt als einer der führenden deutschen Impressionisten, der mit seinen farbleuchtenden flirrenden Gemälden bis heute eine hohe Popularität genießt. Dabei wurde er von seinen Zeitgenossen hauptsächlich als „König der Illustration“ wahrgenommen. Das Landesmuseum Mainz untersucht nun in seiner aktuellen Ausstellung Slevogts enge Verbindung zu seinem Berliner Verleger Bruno Cassirer, die diesen Ruf begründete. In Cassirers Verlag erschien der größte Teil von seinen umfangreichen, innovativen Grafiken und Illustrationswerken. Grundlage der Präsentation ist die weitgehend unveröffentlichte Korrespondenz. Dafür erforschte Kuratorin Karoline Feulner den umfangreichen Briefwechsel der beiden mit rund 350 Schriftstücken, der in der Pfälzischen Landesbibliothek in Speyer und dem Saarlandmuseum in Saarbrücken lagert, konnte neue Erkenntnisse über ihre Erfolgsstory, die Zeitgeschichte, ihr Netzwerk sowie das persönliche Verhältnis dieser beiden herausragenden Persönlichkeiten gewinnen und zeichnet damit ein Bild vom kulturellen Leben Berlins zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Bruno Cassirer gründete 1898 in Berlin gemeinsam mit seinem Cousin, dem Kunsthändler Paul Cassirer, die „Bruno & Paul Cassirer, Kunst- und Verlagsanstalt“. Dort wurden die Werke der in der Berliner Sezession zusammengeschlossenen Künstler publiziert, ausgestellt und verkauft. Aufgrund persönlicher Differenzen kam es 1901 zur Trennung der Cousins; Bruno Cassirer übernahm die Verlagsgeschäfte und etablierte den bedeutendsten deutschen Kunstverlag seiner Epoche, dessen Publikationen sich durch eine besondere Qualität von Druck und Illustration auszeichneten. Max Slevogt, der ab 1899 Mitglied der Berliner Sezession und zeitweise auch in deren Vorstand tätig war, realisierte bei Cassirer insgesamt 51 Illustrationsprojekte. Auch die Veröffentlichungen seiner grafischen Arbeiten in Cassirers Zeitschrift „Kunst und Künstler“ hatten maßgeblichen Anteil am Erfolg Slevogts. Gezeigt werden unter anderem zahlreiche bisher unveröffentlichte Arbeiten aus dem grafischen Nachlass des Impressionisten, darunter Illustrationen und Vorzeichnungen für die Buchprojekte in Cassirers Verlag.

Die Ausstellung „Auf zu neuen Werken – Max Slevogt und sein Verleger Bruno Cassirer“ läuft bis zum 8. März 2026. Das Landesmuseum Mainz hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr, dienstags bis 20 Uhr geöffnet. Geschlossen bliebt am 24., 25., 26. und 31. Dezember sowie an Neujahr und allen Tagen zwischen Fastnachtssamstag und Fastnachtsdienstag. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 5 Euro bzw. 3 Euro. Zur Ausstellung sind im Deutschen Kunstverlag der Katalog für 50 Euro und der Briefwechsel zwischen Slevogt und Cassirer für 94 Euro erschienen.

Landesmuseum Mainz
Große Bleiche 49-51
D-55116 Mainz
Telefon: +49 (0)6131 – 28 570


01.12.2025

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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