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Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel

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Núria Quevedo gestorben

Núria Quevedo ist mit 87 Jahren in Berlin gestorben

Die Malerin und Grafikerin Núria Quevedo ist tot. Sie starb mit 87 Jahren nach langer Krankheit am 22. November in Berlin. Das machte das Lindenau-Museum in Altenburg in einem Nachruf jetzt öffentlich. Eine langjährige Freundschaft verband die 1938 in Barcelona geborene und vielfach ausgezeichnete Künstlerin mit dem Lindenau-Museum. Sie lebte seit vielen Jahrzehnten in Deutschland. Da sie 1952 mit ihrer Familie aus Francos Spanien ins ostdeutsche Exil nach Berlin floh, bevor sie einen Pass erhielt, galt sie mit 15 Jahren als staatenlos. In ihren stets figurativen Arbeiten stellte sie den Menschen in den Mittelpunkt und setzte sich mit Themen ihrer Zeit auseinander, darunter der Entwurzelung durch den Verlust der Heimat, dem Ankommen oder der Einsamkeit und weiteren existenziellen Fragen.

Ihre teils melancholisch anmutenden Werke zeichnen sich durch ein Gespür für Identität, Perspektive, Heimat und Fremde aus. Núria Quevedo verband ihre Kunst mit ihrer eigenen klaren, politisch und sozial engagierten Haltung. Die Figur des Don Quijote zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Schaffen; die Literatur allgemein war eine Inspirationsquelle für die Absolventin der Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst in Berlin-Weißensee. Quevedo illustrierte Bücher, darunter 1974 Franz Fühmanns „Prometheus, 1981 Anna Seghers’ „Aufstand der Fischer von St. Barbara“ oder 1984 Christa Wolfs „Kassandra“, schuf Grafikmappen, hatte nationale und internationale Ausstellungen und erhielt unter anderem 2023 den „Kunstpreis zu Ehren von Karl Schmidt-Rottluff Chemnitz“, 2005 die „Hans-Meid-Medaille“ für Illustration oder 1982 den Goethepreis der Stadt Berlin.

Während ihres Grafikstudiums in Berlin-Weißensee von 1958 bis 1963 war sie Meisterschülerin von Werner Klemke. Ihre Diplomarbeit, die aus illustrativen Beiträgen zu Anita und Walter Dietzes „Deutsche Epigramme aus vier Jahrhunderten“ bestand, erlangte sie überregionale Bekanntheit. Ihre Werke, die grotesk-sarkastisch oder heiter-komisch wirken, führten in der Folge jedoch häufig zu Unverständnis beim Publikum. Aufträge blieben aus. Daher orientierte sich Quevedo neu, indem sie sich ab 1970 als Autodidakt der Malerei näherte. Sie behielt auch hier den Gestus ihrer grafischen Arbeiten bei und schuf 1973 eines ihrer Hauptwerke mit „Pietà – Denn ich bin wie der gestürzte Baum, der von neuem treibt: weil in mir noch das Leben ist“. Der Zusatz ist ein Vers des spanischen Dichters Miguel Hernández (1910-1942), der in der Figur des Christus porträtiert ist.

Roland Krischke, Direktor der Altenburger Museen, betrauert den Tod der Künstlerin: „Núria Quevedo war eine Frau und Künstlerin von einzigartiger Ausstrahlung. Ihre Werke in Malerei und Grafik haben eine unverwechselbare Stimme und sind ein eindrucksvolles Zeugnis der viel zu unbekannten spanischen Künstlergemeinde in der DDR. Quevedos Einfluss auf die Kunst der DDR war beachtlich, ihr Gesamtwerk ist in seiner Fülle und seinem Facettenreichtum erst noch zu entdecken.“ Núria Quevedo, die Mitglied der Akademie der Künste war, trat 1991 nach der Wiedervereinigung aus dieser wieder aus. Von 1994 bis 1996 lehrte sie als Gastprofessorin am Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald. Sie stellte in mehreren deutschen Galerien aus, zudem in den Kunstsammlungen Dresden, der Berliner Nationalgalerie oder im Museu d’Història in Sant Feliu de Guixols an der Costa Brava.


09.12.2025

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Núria Quevedo ist mit 87 Jahren in Berlin gestorben
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Núria Quevedo, Pietà – Denn ich bin wie der gestürzte Baum, der von neuem treibt:
 weil in mir noch das Leben ist, 1973
Núria Quevedo, Pietà – Denn ich bin wie der gestürzte Baum, der von neuem treibt: weil in mir noch das Leben ist, 1973

Künstler:

Núria Quevedo








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