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Lichtkunstpreis für Daniel Hausig

Daniel Hausig erhält den Deutschen Lichtkunstpreis 2026

Der Deutsche Lichtkunstpreis 2026 geht an Daniel Hausig. Damit ehrt die Robert Simon Kunststiftung das „herausragende künstlerische Werk“ des gebürtigen Schweizers und seine „Beiträge zur Entwicklung der Lichtkunst“. Das gab das Kunstmuseum Celle heute bekannt. Hausig, Jahrgang 1959, der heute in Hamburg lebt, arbeitet seit den 1980er Jahren mit lichtbasierten Medien und verbindet sie mit Ansätzen aus der Malerei und Fotografie. Die „künstliche Natur des Lichts“ ist sein Themengebiet. Er selbst sagt dazu: „Für mich ist Licht künstlerische Forschung. Ich male mit Licht. Meine Farben kommen aus der Steckdose.“ Die Spannbreite seiner Arbeiten reicht von großflächigen Videoprojektionen über hochtechnisierte Siebdruckverfahren bis zu lichtbasierten Installationen im öffentlichen Raum oder in Museen.

Daniel Hausig, der an der Hochschule für bildende Künste Hamburg bei Gotthard Graubner studierte, knüpft in seinen Lichtinstallationen an die Farbfeldmalerei der 1950er und 1960er Jahre an. Dabei setzt er sich mit den Grundlagen der Farbe auseinander, die nicht nur Pigmente auf Leinwand sein können, sondern versteht sie als räumliche atmosphärische Erscheinung – als Licht. Aus dieser malerischen Tradition heraus führt er den Begriff des Farbfelds und des Bildraums weiter und überträgt ihn in seine raumbezogene lichtbasierte Praxis. Heutzutage nutzt Daniel Hausig LEDs, reflektierende Materialien und digitale Steuerungen, um Farbräume und Bewegtbilder im Zusammenspiel von Vorder- und Rückseite seiner Objekte und Installationen zu entwickeln. Das Auge versucht dabei, die getrennten und zeitbasierten Farbverläufe zu einer Einheit, zu einem vermeintlich stabilen Bild zu verbinden, wird dabei aber immer wieder auf deren Differenz zurückgeworfen.

In der Werkreihe „Wetterleuchten“ greift Hausig auf fotografische Beobachtungen von Himmel und Wetter über dem Skagerrak zurück und verdichtet tausende Einzelfotos in Stop-Motion-Technik zu einer digitalen Lichtkomposition, die atmosphärische Bewegungen zwischen Abstraktion und Landschaft erzeugt. Von 1999 bis 2025 war Daniel Hausig Professor für Licht und Intermedia an der Hochschule der Bildenden Künste Saar und in verschiedenen Forschungszusammenhängen zur Lichtkunst tätig. Er ist Mitinitiator des internationalen Forschungsprojektes LIFA – Light in Fine Arts als Netzwerk von Institutionen, Kunstwissenschaftler*innen, Künstler*innen, Kurator*innen und weiteren Beteiligter, die das Medium Licht in der Kunst untersuchen, diskutieren und weiterentwickeln.

Seit 2014 vergibt die Robert Simon Kunststiftung alle zwei Jahre den mit 10.000 Euro dotierten Deutschen Lichtkunstpreis. Er richtet sich an Künstlerinnen und Künstler sowie Personen aus Forschung und Vermittlung, die sich besonders um die Entwicklung und Wahrnehmung von Lichtkunst verdient gemacht haben. Die bisherigen Preisträger*innen waren Otto Piene, Mischa Kuball, Brigitte Kowanz, Jan van Munster, Ulrike Gehring und zuletzt Hans Kotter. Die Überreichung des Lichtkunstpreises an Daniel Hausig findet im Januar 2026 im Rahmen eines Festaktes im Kunstmuseum Celle statt.


12.12.2025

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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