Xenia Gilenko neue Janssen-Stipendiatin  |  | Xenia Gilenko | |
Xenia Gilenko ist die neue Stipendiatin am Horst-Janssen-Museum. Von Mai 2026 bis April 2027 wird die Kulturmanagerin und Kommunikationsdesignerin in Oldenburg arbeiten und sich dort mit dem Werk Horst Janssens auseinandersetzen. Dafür stehen ihr die grafische Sammlung des Museums sowie der Nachlass und die Bibliothek des 1995 verstorbenen Künstlers zur Verfügung. Für Gilenko sprach ihre Projektskizze, sich mit der ästhetischen Manifestation von Trance und Selbstverlust in der Zeichnung und Grafik Janssens auseinanderzusetzten. Weitere heißt es in der Jurybegründung: „Besonderes Interesse gilt dabei dem von ihr wahrgenommenen ‚Flow‘ und der obsessiven Wiederholung in Janssens Blättern, die sie im Kontext von Rausch und Trance erforschen möchte.“
Xenia Gilenko kam 1983 im Norden Kasachstans zur Welt und ist in Deutschland aufgewachsen. Sie hat Kommunikationsdesign in Konstanz, Medienkultur- und Kunsttheorien in Linz in Oberösterreich sowie Kultur- und Marketingmanagement in Berlin studiert. Ihr Schaffen bewegt sich an der Schnittstelle von visueller Praxis, theoretischer Reflexion und kuratorischem Denken. Ihre wissenschaftlichen Projekte haben sie bereits nach Brasilien, Kasachstan und Kolumbien geführt. Zudem war sie an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen tätig. Gilenko, die unter 16 Bewerberinnen und Bewerbern ausgewählt wurde, erhält nun in Oldenburg eine kostenlose Wohnung im ehemaligen Haus von Janssens Großeltern und eine monatliche Pauschale für die Lebenshaltungskosten in Höhe von 1.200 Euro, für die der Verein der Freunde und Förderer des Horst-Janssen-Museums aufkommt. Das Stipendium wird seit 2022 jährlich vom Horst-Janssen-Museum und seinem Förderverein ausgelobt. |