Harte Einschnitte für das Wien Museum  |  | Das Wien Museum muss mit weniger Geld auskommen und reduziert daher seine Öffnungszeiten | |
Die Sparmaßnahmen der Stadt Wien treffen auch das Wien Museum, das für den Haushalt 2026/27 mit weniger Mitteln auskommen muss. Daher schließt das Wien Museum einige Standorte temporär, bei anderen kürzt es die Öffnungszeiten. Mit reduzierten Öffnungstagen von Freitag bis Sonntag müssen das Pratermuseum ab dem 1. Januar 2026, die Hermesvilla ab dem 2. Mai und das Uhrenmuseum ab dem 1. Juli auskommen. Verkürzte Saisonöffnungen vom 2. Mai bis zum 30. September – statt wie bisher ab Mitte März bis zum 31. Oktober – gelten ab dem kommenden Jahr für die Hermesvilla, die Otto Wagner Kirche Steinhof, den Otto Wagner Hofpavillon Hietzing und den Otto Wagner Pavillon Karlsplatz. Auch das Pratermuseum wird ab Herbst 2026 auf Saisonbetrieb umgestellt und schließt dann am 31. Oktober; ab 2027 öffnet das Haus erst wieder am 15. März.
Temporär geschlossen bleiben Schuberts Sterbewohnung ab dem 1. Januar und ab dem 2. März das Haydnhaus, die Johann Strauss Wohnung und der Neidhart Festsaal. Ab diesem Datum steht auch Schubert Geburtshaus nicht mehr für Publikumsverkehr offen. Doch hier sind Baumaßnahmen der Grund: Das Gebäude in der Nußdorfer Straße wird barrierefrei ertüchtigt und 2028 anlässlich des 200. Todestags von Franz Schubert mit einer neu gestalteten Dauerausstellung wiedereröffnet. Für das gut besuchte Haupthaus, das 2023 nach grundlegender Sanierung und Erweiterung wiedereröffnete Wien Museum am Karlsplatz, können der kostenlose Eintritt in die Dauerausstellung sowie das umfangreiche Sonderausstellungs- und Vermittlungsprogramm gehalten werden. Auch bei den Standorten musa, Römermuseum, Virgilkapelle, Beethoven Museum und Beethoven Pasqualatihaus bleiben die Öffnungszeiten unverändert.
Die Kultur muss einen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung der Stadt Wien leisten. „Ich kann keine Käseglocke über die Kultur stülpen, so gern ich das wollte. Auch wir haben einen Anteil“, sagte die Wiener Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler Anfang Dezember. Das Minus betrage 7,6 Prozent, so Kaup-Hasler. „Das ist ein blaues Auge, aber eines, mit dem wir arbeiten können. Wir werden weiter eine gesunde Kulturlandschaft haben und eine solide Infrastruktur.“ Die Stadt Wien beruft sich bei einzelnen Institutionen auf eine vertraglich fixierte „Einbehaltsklausel“, wonach sie bei einer angespannten Finanzlage im ersten Jahr 2,5 Prozent der Förderung, im zweiten Jahr 5 Prozent einbehalten kann. |