Besucherrekord im Kunstmuseum Stuttgart  |  | Besucherstarkes Jubiläumsjahr für das Kunstmuseum Stuttgart | |
Das Kunstmuseum Stuttgart blickt auf ein erfolgreiches Jubiläumsjahr zurück. Zum hundertjährigen Bestehen seiner Sammlung und dem Neubau, der vor zwanzig Jahren bezogen wurde, lockte es 2025 rund 805.000 Besucherinnen und Besucher an. Das entspreche dem höchsten Publikumszuspruch seit seiner Eröffnung, so Museumsdirektorin Ulrike Groos. Als einen wichtigen Grund nannte sie den freien Eintritt, der über einen längeren Zeitraum eine Zugänglichkeit für breite Bevölkerungsschichten und deren kulturelle Teilhabe ermöglicht hat. „Das Jubiläumsjahr hat eindrucksvoll verdeutlicht, wie sehr das Kunstmuseum Stuttgart im öffentlichen Leben der Stadt und Region verankert ist“, so Groos. „Vor allem der freie Eintritt hat viele Menschen ins Museum geholt und die Offenheit des Hauses unmittelbar erfahrbar gemacht. Besonders erfreulich ist, dass zahlreiche Besucher*innen das Kunstmuseum neu oder wiederentdeckt haben.“
Im Mittelpunkt des Jubiläums stand die Ausstellung „Doppelkäseplatte. 100 Jahre Sammlung, 20 Jahre Kunstmuseum Stuttgart“, die über sieben Monate hinweg ein anhaltend hohes Interesse auslöste. Begleitet wurde sie von einer Vielzahl an Konzerten und Performances, Theater- und Comedyaufführungen, Vorträgen und Artist Talks sowie einem Musikfestival auf dem Kleinen Schlossplatz. 248 öffentliche Führungen und Workshops hätten ebenso wie 596 zusätzlich gebuchte Gruppenangebote, darunter von 264 Schulklassen und Kindergartengruppen, vielfältige Zugänge zur Kunst ermöglicht und Menschen aller Altersgruppen angesprochen. Ein weiterer Publikumserfolg sei die Deutschlandpremiere von Christian Marclays 24-Stunden-Film „The Clock“ gewesen, der von März bis Mai im Kunstmuseum Stuttgart lief.
Aktuell sind noch bis Mitte April die Ausstellungen zu Anita Berber, Joseph Kosuth und Romane Holderried Kaesdorf, die Jubiläumsausgabe zum 20jährigen Bestehen der „Frischzelle“ und die Schau zur Verleihung des Hans-Molfenter-Preises 2025 an Heba Y. Amin und Horizontaler Gentransfer sowie „Prägungen und Entfaltungen. Rolf Nesch, Nadira Husain, Ahmed Umar“ zu sehen. Auch sie hätten bereits zahlreiche Besucher*innen angezogen. Ab dem 13. April wird das Kunstmuseum Stuttgart für umfassende Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen bis voraussichtlich ins erste Quartal 2027 geschlossen. Währenddessen zieht das Museum ins Kunstgebäude am Schlossplatz, wo es von 1961 bis 2005 residiert hat, und eröffnet dort am 17. April die Ausstellung „Das kalte Herz“. |